StartReiseführerKorfu Reiseführer: Altstadt, Paleokastritsa, Strände und grüne Insellandschaften

Korfu Reiseführer: Altstadt, Paleokastritsa, Strände und grüne Insellandschaften - 2026

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Korfu gehört zu den vielseitigsten Inselzielen Griechenlands. Venezianische Festungen, pastellfarbene Altstadthäuser, jahrhundertealte Olivenhaine, bewaldete Berge, traditionelle Dörfer und eine außergewöhnlich abwechslungsreiche Küste prägen die nördlichste der großen Ionischen Inseln. Wer einen Korfu Reiseführer sucht, plant deshalb häufig mehr als einen klassischen Badeurlaub. Korfu-Stadt, Paleokastritsa, Kassiopi, Sidari, der Pantokrator, die Bergdörfer und die langen Sandstrände im Süden zeigen jeweils eine andere Seite der Insel.

Korfu-Stadt, auf Griechisch Kerkyra, verbindet griechische Lebensart mit venezianischer, französischer und britischer Architektur. Die historische Altstadt gehört zum UNESCO-Welterbe und wird von zwei mächtigen Festungen eingerahmt. Im Westen der Insel liegen die grünen Felsbuchten von Paleokastritsa, Porto Timoni und Agios Georgios Pagon. Der Norden bietet mit Sidari, Kap Drastis, Kassiopi, Alt-Perithia und dem Pantokrator eine Mischung aus Küste, Bergen und traditionellen Siedlungen. Im Süden wechseln sich lange Strände, Dünen, Lagunen und ruhigere Dörfer ab.

Korfu unterscheidet sich landschaftlich deutlich von den trockeneren Inseln der Ägäis. Reichlich Winterregen, bewaldete Höhen und Millionen von Olivenbäumen verleihen der Insel eine ungewöhnlich grüne Erscheinung. Das offizielle griechische Tourismusportal hebt neben der multikulturellen Geschichte besonders die historischen Monumente, die üppige Landschaft und das klare Ionische Meer hervor.

Für Reisekugel ist Korfu ein besonders ergiebiges Reisethema. Zahlreiche Suchinteressen treffen hier zusammen: Korfu Reiseführer, Korfu Sehenswürdigkeiten, Korfu-Stadt, Paleokastritsa, Achilleion, Canal d’Amour, Porto Timoni, Kassiopi, Pantokrator, schönste Strände, beste Reisezeit und Rundreise über die grüne Ionische Insel.

Warum Korfu ein besonderes Reiseziel ist

Korfu verbindet Kultur, Landschaft und Strandurlaub auf vergleichsweise engem Raum. Eine Reise kann morgens durch die engen Gassen der venezianisch geprägten Altstadt führen, am Nachmittag eine Felsbucht an der Westküste einschließen und am Abend in einem Bergdorf oder an einem kleinen Hafen enden.

Die Insel ist jedoch größer und gebirgiger, als sie auf der Karte zunächst wirkt. Kurvige Straßen, enge Ortsdurchfahrten und sommerlicher Verkehr verlängern die Fahrzeiten. Wer den Norden, Westen und Süden kennenlernen möchte, sollte deshalb nicht versuchen, sämtliche Sehenswürdigkeiten innerhalb weniger Tage abzuhaken.

Besonders reizvoll sind die deutlichen regionalen Unterschiede. Der Nordosten wirkt mit geschützten Buchten, Zypressen und kleinen Küstenorten besonders grün. Im Nordwesten dominieren Sandsteinformationen, Klippen und breitere Strände. Die Westküste ist vielerorts steiler und dem offenen Ionischen Meer stärker ausgesetzt. Im Süden werden die Landschaften flacher und von Dünen, Lagunen und langen Sandstränden geprägt.

Korfu-Stadt und die UNESCO-geschützte Altstadt

Korfu-Stadt ist das kulturelle und historische Zentrum der Insel. Die Altstadt entstand an einer strategisch wichtigen Position am Eingang zur Adria und blickt auf eine Geschichte zurück, die bis in die Antike reicht. Ihre Festungsanlagen wurden während der venezianischen Herrschaft über Jahrhunderte ausgebaut, um die Handelsinteressen der Republik Venedig gegen Angriffe zu schützen. Seit 2007 gehört die Altstadt zum UNESCO-Welterbe.

Das historische Zentrum besteht aus einem dichten Netz schmaler Gassen, die auf Korfu als Kantounia bezeichnet werden. Hohe Häuser mit Fensterläden, Wäscheleinen, kleinen Balkonen und verwitterten Fassaden erzeugen ein Stadtbild, das sich deutlich von vielen anderen griechischen Inselhauptstädten unterscheidet.

Zwischen den Wohnstraßen liegen kleine Plätze, Kirchen, Bäckereien, Werkstätten, Cafés und Geschäfte. Besonders am frühen Morgen zeigt sich die Altstadt ruhiger. Am Nachmittag und frühen Abend werden Liston, Spianada und die zentralen Gassen lebhafter.

Für Korfu-Stadt sollte mindestens ein vollständiger Tag eingeplant werden. Wer beide Festungen, mehrere Museen, Kanoni und die Halbinsel Analipsi einbeziehen möchte, kann problemlos zwei bis drei Tage bleiben.

Alte Festung und Neue Festung

Die Alte Festung steht auf einer felsigen Halbinsel östlich der Altstadt. Ein künstlich angelegter Graben trennt sie vom übrigen Stadtgebiet. Mauern, Bastionen, Tunnel, Aussichtspunkte und historische Gebäude vermitteln einen Eindruck von der strategischen Bedeutung Korfus.

Vom höher gelegenen Bereich öffnet sich ein weiter Blick auf die Dächer der Altstadt, den Hafen, das griechische Festland und das Ionische Meer. Innerhalb der Anlage steht außerdem die klassizistisch gestaltete Kirche des heiligen Georg, deren Säulenfront eher an einen antiken Tempel erinnert.

Die Neue Festung erhebt sich westlich des historischen Zentrums oberhalb des alten Hafens. Sie entstand trotz ihres Namens ebenfalls bereits während der venezianischen Epoche. Ihre erhöhten Bereiche bieten besonders schöne Perspektiven auf Altstadt, Hafen und die umliegenden Hügel.

Beide Festungen sollten nicht unmittelbar hintereinander in ein zu enges Programm gepresst werden. Die Alte Festung ist weitläufiger und benötigt mehr Zeit, während sich die Neue Festung gut mit dem alten Hafen und den nördlichen Altstadtgassen verbinden lässt. Die drei historischen Befestigungsanlagen der Stadt gehören zu den zentralen Gründen für die internationale Bedeutung des UNESCO-Ensembles.

Spianada und Liston

Die Spianada ist die große offene Fläche zwischen Altstadt und Alter Festung. Rasenflächen, Wege, Denkmäler und Spielflächen machen sie zu einem der wichtigsten öffentlichen Räume Korfu-Stadts.

An der Westseite verläuft das Liston. Die elegante Arkadenfront entstand während der französischen Herrschaft und erinnert in ihrer Gestaltung an Pariser Straßenzüge. Unter den Arkaden liegen Cafés und Restaurants, von denen sich das Geschehen auf der Spianada beobachten lässt.

Am Abend gehört dieser Bereich zu den lebendigsten Orten der Stadt. Familien, Spaziergänger und Besucher treffen sich zwischen Liston, Spianada und den angrenzenden Gassen. Wer eine ruhigere Atmosphäre bevorzugt, sollte bereits am Vormittag kommen.

Kirche des heiligen Spyridon und Museen

Die Kirche des heiligen Spyridon gehört zu den wichtigsten religiösen Orten Korfus. Ihr hoher Glockenturm ist von zahlreichen Punkten der Altstadt sichtbar. Der heilige Spyridon gilt als Schutzpatron der Insel und ist eng mit religiösen Prozessionen und lokalen Traditionen verbunden.

Weitere kulturelle Ziele sind das Museum für Asiatische Kunst im ehemaligen Palast der heiligen Michael und Georg, das Archäologische Museum und die Casa Parlante, die das Leben einer wohlhabenden Familie im 19. Jahrhundert veranschaulicht. Das kulturelle Angebot der Insel umfasst darüber hinaus Galerien, Musiktraditionen, Bibliotheken und kleinere Sammlungen.

Korfu besitzt eine besonders ausgeprägte Musiktradition. Blasorchester und philharmonische Gesellschaften spielen bei religiösen Festen, Prozessionen und öffentlichen Veranstaltungen eine zentrale Rolle. Besonders sichtbar wird diese Tradition während der Osterzeit, wenn Korfu-Stadt zu den meistbesuchten Reisezielen Griechenlands gehört.

Kanoni, Vlacherna und die Mäuseinsel

Südlich der Altstadt liegt Kanoni. Von den Aussichtsterrassen fällt der Blick auf das kleine Kloster Vlacherna, das über einen schmalen Damm erreichbar ist. Dahinter liegt Pontikonisi, die sogenannte Mäuseinsel, mit einer kleinen byzantinischen Kapelle.

Kanoni gehört zu den bekanntesten Fotomotiven Korfus. Gleichzeitig liegt der Bereich nahe der Einflugschneise des Flughafens, sodass landende und startende Flugzeuge besonders deutlich zu sehen und zu hören sind.

Der Besuch lässt sich gut mit der Halbinsel Analipsi oder einem Spaziergang durch die südlichen Vororte verbinden. Wer in Korfu-Stadt übernachtet, erreicht Kanoni mit dem Stadtbus oder einem kurzen Transfer.

Paleokastritsa: Buchten, Klippen und Kloster

Paleokastritsa liegt an der Westküste und gehört zu den bekanntesten Landschaftszielen der Insel. Mehrere kleine Buchten werden von steilen, dicht bewachsenen Hügeln und Felsen eingerahmt. Das Wasser erscheint je nach Licht, Tiefe und Untergrund in unterschiedlichen Blau- und Grüntönen.

Über der Hauptbucht steht das Kloster Panagia Theotokos. Die religiöse Anlage besitzt einen kleinen Innenhof, eine Kirche, Aussichtspunkte und eine Sammlung mit Ikonen sowie kirchlichen Gegenständen. Das Kloster geht nach lokaler Überlieferung auf das 13. Jahrhundert zurück, wurde jedoch mehrfach verändert und erneuert.

Von Paleokastritsa starten Bootsfahrten zu kleineren Buchten und Meereshöhlen. Manche Küstenabschnitte sind vom Land aus nur schwer oder gar nicht erreichbar. Das offizielle Tourismusportal nennt die Felsen von Paleokastritsa ausdrücklich als eine der charakteristischen Küstenlandschaften für Boots- und Segeltouren.

In den Sommermonaten können Straßen, Parkplätze und Hauptstrand stark ausgelastet sein. Ein früher Besuch oder eine Übernachtung in der Region ermöglicht eine ruhigere Erfahrung.

Angelokastro und die Aussicht über die Westküste

Oberhalb der nordwestlichen Küste liegt Angelokastro. Die byzantinische Festung steht auf einem steilen Felsen und kontrollierte einst einen großen Küstenabschnitt. Der Aufstieg ist nicht lang, führt aber über teilweise steile und unebene Wege.

Von oben reicht der Blick über das Ionische Meer, die Buchten von Paleokastritsa und die bewaldeten Hügel des Nordwestens. Angelokastro lässt sich gut mit Paleokastritsa sowie den Dörfern Lakones oder Makrades verbinden.

Lakones liegt hoch über der Küste und bietet mehrere Aussichtspunkte auf die Buchten. Die Verbindung aus Strand, Kloster, Bergdorf und Festung ergibt einen abwechslungsreichen Tagesausflug, sollte jedoch nicht mit weiteren weit entfernten Inselregionen kombiniert werden.

Sidari, Canal d’Amour und Kap Drastis

Sidari liegt an der Nordküste und ist vor allem für seine Sandsteinformationen bekannt. Wind und Meer haben schmale Kanäle, kleine Buchten und ungewöhnliche Felswände geschaffen. Der bekannteste Bereich ist der Canal d’Amour.

Der Ort selbst ist touristisch stark entwickelt und bietet zahlreiche Unterkünfte, Restaurants und Freizeitangebote. Wer vor allem die Landschaft erleben möchte, sollte den Küstenweg am frühen Morgen oder außerhalb der stärksten Sommermonate besuchen.

Westlich von Sidari liegt Kap Drastis. Helle Felsformationen, steile Klippen und kleine Buchten bestimmen das Landschaftsbild. Zugänge und Aussichtspunkte können sich durch Erosion oder private Grundstücke verändern. Absperrungen und lokale Hinweise sollten deshalb respektiert werden. Canal d’Amour und Kap Drastis werden vom offiziellen Inselportal als charakteristische Ziele des nördlichen Korfu hervorgehoben.

Kassiopi und die Nordostküste

Kassiopi liegt im Nordosten gegenüber der Küste Albaniens. Ein kleiner Hafen, Restaurants, Gassen und die Ruinen einer Festung prägen den Ort. Mehrere Kiesbuchten befinden sich in der näheren Umgebung.

Die Nordostküste zwischen Kassiopi und Korfu-Stadt ist für geschützte Buchten, bewaldete Hänge und kleine Küstenorte bekannt. Kalami, Agni, Kerasia, Nissaki und Barbati gehören zu den beliebten Stationen. Einige Buchten lassen sich besonders gut mit einem kleinen Boot erreichen.

Kassiopi eignet sich als Standort für Reisende, die einen lebendigen, aber überschaubaren Hafenort suchen. Die Fahrt nach Korfu-Stadt ist länger als von den zentralen Küstenorten, dafür liegen Pantokrator, Alt-Perithia und der nördliche Inselbereich näher.

Pantokrator und Alt-Perithia

Der Pantokrator ist mit rund 900 Metern der höchste Berg Korfus. Eine Straße führt bis in die Nähe des Gipfels, auf dem sich ein Kloster und technische Anlagen befinden. Bei klarer Sicht reicht der Blick über große Teile der Insel, das griechische Festland und die Küste Albaniens.

Unterhalb des Berges liegt Alt-Perithia. Das denkmalgeschützte Dorf entstand in einer geschützten Lage abseits der Küste und besteht aus traditionellen Steinhäusern, Kirchen und kleinen Plätzen. Nach jahrzehntelangem Bevölkerungsrückgang wurden mehrere Gebäude restauriert und als Tavernen oder Unterkünfte genutzt. Das offizielle Tourismusportal führt Alt-Perithia als eines der charakteristischen traditionellen Dörfer Korfus.

Pantokrator und Alt-Perithia lassen sich zu einer Tagestour verbinden. Die Bergstraßen sind teilweise schmal und erfordern konzentriertes Fahren.

Porto Timoni und die Strände der Westküste

Porto Timoni liegt unterhalb des Dorfes Afionas. Zwei Buchten befinden sich auf gegenüberliegenden Seiten einer schmalen Landzunge und bilden eines der bekanntesten Küstenmotive der Insel.

Der Zugang erfolgt über einen steinigen Wanderweg. Feste Schuhe, Wasser und Sonnenschutz sind erforderlich. Am Strand gibt es nur begrenzte oder keine verlässliche Infrastruktur, weshalb Verpflegung und Rückweg mitbedacht werden sollten.

Weitere bekannte Strände der Westküste sind Agios Georgios Pagon, Glyfada, Pelekas, Myrtiotissa und Agios Gordios. Die Küstenabschnitte unterscheiden sich deutlich: Manche bieten breite Sandflächen und touristische Infrastruktur, andere liegen abgeschiedener unterhalb bewaldeter Hänge. Das offizielle Inselportal beschreibt Agios Georgios Pagon als langen Sandstrand und Myrtiotissa als abgelegeneren Küstenabschnitt abseits größerer Straßen.

Issos, Chalikounas und der Süden

Im Südwesten liegen Issos und Chalikounas. Lange Sandstrände, Dünen und die Lagune Korission schaffen eine deutlich offenere Landschaft als an der felsigen Nordwestküste. Issos wird von hohen Dünen und einem seltenen Zedernbestand begleitet, während Chalikounas besonders bei Wind- und Kitesurfern beliebt ist.

Der Süden Korfus wirkt außerhalb einzelner Ferienorte ruhiger und flacher. Lefkimmi besitzt einen kanalartigen Flusslauf, traditionelle Häuser und ein stärker vom lokalen Alltag geprägtes Zentrum. Kavos am äußersten Süden ist dagegen für Nachtleben und ein junges Publikum bekannt.

Wer Ruhe, lange Strände und Natur bevorzugt, findet im Südwesten gute Bedingungen. Für regelmäßige Besuche in Korfu-Stadt oder im Inselnorden sind die Fahrwege jedoch relativ lang.

Achilleion und der aktuelle Zugang

Das Achilleion bei Gastouri wurde Ende des 19. Jahrhunderts für Kaiserin Elisabeth von Österreich errichtet. Architektur, Skulpturen und Gartenanlagen orientieren sich stark an der griechischen Mythologie und besonders an der Figur des Achill.

Nach dem derzeitigen Stand im Jahr 2026 bleibt das Innere des Palastes wegen langwieriger Restaurierungsarbeiten geschlossen. Zugänglich sind nur Außenbereiche beziehungsweise Teile der Gartenanlage; ein verbindlicher Termin für die vollständige Wiedereröffnung ist bislang nicht bekannt. Der aktuelle Zugang sollte daher unmittelbar vor dem Besuch erneut überprüft werden.

Das Achilleion sollte momentan nicht als vollständig besichtigbares Schloss eingeplant werden. Die Gärten, Statuen und Ausblicke können dennoch interessant sein, wenn sie mit Gastouri, Benitses oder Kanoni verbunden werden.

Korfiotische Küche und regionale Spezialitäten

Die Küche Korfus verbindet griechische Grundlagen mit deutlich spürbaren venezianischen Einflüssen. Zu den bekanntesten Gerichten gehört Pastitsada, ein langsam gegartes Fleischgericht mit würziger Tomatensauce und Pasta. Sofrito besteht meist aus dünn geschnittenem Kalbfleisch mit Knoblauch, Petersilie und heller Sauce. Bourdeto ist ein scharfes Fischgericht mit Paprika.

Weitere typische Produkte sind Kumquat-Likör, Zitrusfrüchte, Olivenöl, Honig, Käse und regionale Weine. Das offizielle griechische Tourismusportal verweist auf die lange Weintradition sowie lokale Rebsorten wie Kakotrygis und Petrokoritho.

Eine kulinarische Reise sollte nicht ausschließlich in den stark besuchten Altstadtgassen stattfinden. Tavernen in Bergdörfern, an kleinen Häfen oder im südlichen Hinterland bieten häufig ein stärker regional geprägtes Angebot.

Welche Region eignet sich als Standort?

Korfu-Stadt ist die passende Basis für Kultur, Abendleben, Busverbindungen und kurze Aufenthalte. Ein klassischer Strandurlaub ist dort weniger ausgeprägt, kleinere Badeplätze und Kanoni liegen jedoch in erreichbarer Nähe.

Paleokastritsa eignet sich für Buchten, Bootsfahrten und die Westküste. Kassiopi passt zu einem lebendigen Hafenort im Nordosten. Sidari und Acharavi bieten umfangreiche touristische Infrastruktur im Norden.

Agios Gordios, Glyfada oder Agios Georgios Pagon sind gute Optionen für Strandurlaub an der Westküste. Der Süden rund um Issos, Chalikounas und Lefkimmi passt zu Reisenden, die lange Strände und eine ruhigere Umgebung bevorzugen.

Für eine zweiwöchige Reise kann eine Aufteilung zwischen Korfu-Stadt und einem zweiten Standort an der Nord- oder Westküste sinnvoll sein.

Beste Reisezeit für Korfu

Mai, Juni, September und früher Oktober eignen sich besonders gut für Rundreisen, Wanderungen und Badeurlaub. Die Landschaft ist im Frühjahr besonders grün, während das Meer im September meist länger warm bleibt.

Juli und August bieten klassisches Sommerwetter, bringen jedoch hohe Temperaturen, volle Strände und stärkeren Verkehr. Paleokastritsa, Porto Timoni, Sidari und Korfu-Stadt sollten dann möglichst früh besucht werden.

Der Winter ist feuchter und deutlich ruhiger. Viele saisonale Hotels, Strandlokale und Ausflugsangebote bleiben geschlossen. Korfu-Stadt, Dörfer, Wanderwege und kulturelle Ziele können dennoch interessant sein, sofern mit häufigeren Regenfällen gerechnet wird.

Wie viele Tage sollte man für Korfu einplanen?

Für Korfu-Stadt und zwei ausgewählte Küstenregionen reichen fünf bis sieben Tage für einen ersten Eindruck. Das Programm bleibt dabei bereits relativ dicht.

Zehn bis vierzehn Tage sind angenehmer. Dann können Altstadt, Nordküste, Paleokastritsa, Pantokrator, mehrere Strände und der Süden miteinander verbunden werden, ohne täglich lange Strecken zurücklegen zu müssen.

Wer zusätzlich Paxos, Antipaxos oder die Diapontischen Inseln besuchen möchte, sollte weitere Zeit einplanen. Bootsfahrten sind wetterabhängig und sollten nicht unmittelbar vor den Abreisetag gelegt werden.

Mobilität und Anreise

Der internationale Flughafen liegt unmittelbar südlich von Korfu-Stadt. Ein öffentlicher Bus verbindet das Terminal mit dem Stadtgebiet. Die Haltestelle befindet sich direkt vor dem Terminalgebäude.

Innerhalb Korfu-Stadts und zu nahe gelegenen Orten verkehren die blauen Stadtbusse. Die grünen KTEL-Busse verbinden die Hauptstadt mit zahlreichen Orten im Norden, Westen und Süden. Fahrpläne ändern sich saisonal und sollten vor jedem längeren Ausflug über die offiziellen Verkehrsseiten geprüft werden.

Ein Mietwagen bietet die größte Flexibilität für Strände, Bergdörfer und abgelegenere Aussichtspunkte. Die Straßen sind jedoch häufig schmal, kurvig und in Ortszentren schwer einsehbar. Ein kleines Fahrzeug ist meist praktischer als ein großes Modell.

Welche Reiseführer für Korfu sinnvoll sind

Für einen klassischen Inselurlaub eignet sich ein spezialisierter Korfu Reiseführer mit detaillierter Inselkarte, Strandvergleich und Routenvorschlägen. Wichtig sind Informationen zu Korfu-Stadt, Paleokastritsa, Nordküste, Bergdörfern und südlichen Landschaften.

Wandernde profitieren von einem zusätzlichen Führer zum Corfu Trail. Die Fernwanderroute durchquert die Insel von Süden nach Norden und verbindet Küsten, Olivenhaine, Dörfer und Berglandschaften.

Kulturreisende sollten auf ausführliche Kapitel zur venezianischen Geschichte, zu den Festungen, Kirchen und britischen Einflüssen achten. Familien benötigen aktuelle Angaben zu flachen Stränden, Busverbindungen und wetterunabhängigen Angeboten.

Fazit: Korfu zwischen venezianischer Kultur und Ionischem Meer

Korfu verbindet die UNESCO-geschützte Altstadt, venezianische Festungen, Paleokastritsa, Canal d’Amour, Kassiopi, Pantokrator, Porto Timoni und die langen Strände des Südens zu einer außergewöhnlich vielseitigen Insellandschaft.

Ein Korfu Reiseführer sollte deshalb nicht nur Strände und Ferienorte aufzählen. Entscheidend ist die Verbindung aus Kultur, Küste, Bergdörfern und grüner Landschaft. Korfu-Stadt steht für Geschichte und urbanes Leben, Paleokastritsa für dramatische Buchten, der Norden für Berge und Sandsteinformationen und der Süden für Dünen, Lagunen und lange Strandabschnitte.

Korfu eignet sich sowohl für eine einwöchige Reise mit festem Standort als auch für einen zweiwöchigen Inselurlaub mit mehreren regionalen Schwerpunkten. Gerade die Unterschiede zwischen venezianischer Altstadt, bewaldeten Höhen und Ionischer Küste machen die Insel zu einem Reiseziel, das sich auch bei wiederholten Besuchen neu entdecken lässt.

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