Malaysia verbindet moderne Großstädte, historische Handelsorte, tropische Inseln, Bergregionen und einige der artenreichsten Regenwälder Südostasiens. Das Land besteht aus zwei geografisch getrennten Teilen: Westmalaysia liegt auf der Malaiischen Halbinsel zwischen Thailand und Singapur, während die Bundesstaaten Sabah und Sarawak einen Teil der Insel Borneo einnehmen. Zwischen beiden Landesteilen liegt das Südchinesische Meer.
Kuala Lumpur bildet für viele Reisende den ersten Einstieg. Die Hauptstadt steht für Wolkenkratzer, Moscheen, Tempel, Einkaufszentren und eine vielfältige Gastronomie. Weiter nördlich liegen die historischen Handelsstadt George Town, die Bergregion der Cameron Highlands und die Insel Langkawi. Im Süden gehören Melaka und Johor zu den wichtigen Stationen. Die Ostküste bietet lange Strände und Inseln, deren Reisezeit stark vom Monsun bestimmt wird.
Sabah und Sarawak zeigen eine deutlich naturorientiertere Seite Malaysias. Mount Kinabalu, die Höhlenlandschaften von Gunung Mulu, Flüsse, Regenwälder und traditionelle Langhäuser machen Borneo zu einem eigenständigen Reisegebiet. Malaysia besitzt inzwischen sechs UNESCO-Welterbestätten, darunter George Town und Melaka, Kinabalu Park, Gunung Mulu, das archäologische Lenggong-Tal, die Niah-Höhlen und den 2025 aufgenommenen Waldpark des Forest Research Institute Malaysia.
Ein Malaysia Reiseführer sollte deshalb nicht versuchen, Halbinsel und Borneo innerhalb weniger Tage miteinander zu verbinden. Für Kuala Lumpur, Melaka, Penang und eine Inselregion sind zwei Wochen sinnvoll. Wer zusätzlich Sabah oder Sarawak kennenlernen möchte, sollte drei bis vier Wochen einplanen oder Borneo als eigenständige Reise behandeln.
Warum Malaysia als Reiseziel besonders interessant ist
Malaysia ist kulturell stark von malaiischen, chinesischen, indischen und indigenen Traditionen geprägt. Moscheen, buddhistische und hinduistische Tempel, christliche Kirchen und chinesische Clan-Häuser stehen in einigen Städten nur wenige Straßen voneinander entfernt. Diese Vielfalt zeigt sich besonders deutlich in Kuala Lumpur, George Town, Melaka und Kuching.
Auch kulinarisch gehört Malaysia zu den abwechslungsreichen Reisezielen der Region. Garküchen, Food Courts, Nachtmärkte und traditionelle Kaffeehäuser bieten Gerichte aus unterschiedlichen Gemeinschaften. Nasi lemak, Laksa, Satay, Roti Canai, Char Kway Teow und südindische Bananenblattgerichte stehen für sehr verschiedene regionale und kulturelle Einflüsse.
Die touristische Infrastruktur ist auf der Halbinsel gut entwickelt. Kuala Lumpur, Ipoh, Butterworth und weitere Städte werden durch Fernzüge, Busse und Inlandsflüge verbunden. Gleichzeitig sind Regenwaldgebiete und einzelne Inseln nur mit Booten, Geländefahrzeugen oder kleinen Flugzeugen erreichbar. Dadurch eignet sich Malaysia sowohl für unkomplizierte Städtereisen als auch für anspruchsvollere Naturreisen.
Kuala Lumpur zwischen Tradition und moderner Skyline
Kuala Lumpur ist eine schnell gewachsene Metropole mit sehr unterschiedlichen Stadtbereichen. Die Petronas Twin Towers und das Geschäftsviertel Kuala Lumpur City Centre prägen die moderne Skyline. Der KLCC Park schafft am Fuß der Hochhäuser einen grünen öffentlichen Raum mit Wegen, Wasserflächen und Aussichtspunkten.
Der historische Mittelpunkt liegt rund um den Merdeka Square. Kolonialzeitliche Verwaltungsgebäude, der Uhrturm des Sultan Abdul Samad Building und das frühere Cricketfeld erinnern an die britische Epoche. In der Nähe befinden sich der Central Market, die Petaling Street und mehrere religiöse Bauwerke.
Chinatown ist für Märkte, kleine Restaurants und Tempel bekannt. Der hinduistische Sri-Mahamariamman-Tempel und der taoistische Guan-Di-Tempel liegen nur wenige Schritte voneinander entfernt. Brickfields, häufig als Little India bezeichnet, bietet südindische Restaurants, Geschäfte und farbenfrohe religiöse Architektur.
Für Kuala Lumpur sind drei bis vier Tage sinnvoll. Neben den zentralen Sehenswürdigkeiten bleiben dann Zeit für Museen, Stadtviertel und einen Ausflug zu den Batu Caves. Tourism Malaysia führt Kuala Lumpur als zentralen Ausgangspunkt für zahlreiche Ziele in der umliegenden Region.
Batu Caves und Putrajaya
Die Batu Caves liegen nördlich von Kuala Lumpur und gehören zu den wichtigsten hinduistischen Heiligtümern Malaysias. Eine lange, farbig gestaltete Treppe führt zu großen Kalksteinhöhlen mit Tempeln und Schreinen. Vor dem Aufgang steht eine monumentale Statue des Gottes Murugan.
Die Anlage ist weiterhin ein aktiver Pilgerort. Besonders während des Thaipusam-Festes treffen große Besucherzahlen ein. Zurückhaltende Kleidung und respektvolles Verhalten sind daher angemessen. Affen bewegen sich frei rund um die Treppen und sollten weder gefüttert noch provoziert werden.
Putrajaya liegt südlich von Kuala Lumpur und wurde als modernes Verwaltungszentrum geplant. Breite Boulevards, künstliche Seen, Regierungsgebäude und große Moscheen prägen die Stadt. Ein halber Tag genügt für die wichtigsten Bauwerke und Uferbereiche.
Melaka und die Geschichte der Straße von Malakka
Melaka, international häufig Malacca genannt, liegt südlich von Kuala Lumpur an einer der historisch wichtigsten Schifffahrtsrouten Asiens. Die Stadt war ein bedeutendes Zentrum des malaiischen Sultanats und wurde später von Portugiesen, Niederländern und Briten kontrolliert.
Rund um den roten Dutch Square stehen die Christ Church und das Stadthuys. Auf dem nahe gelegenen Hügel befinden sich die Ruinen der St.-Paul-Kirche, während das Tor A Famosa an die portugiesische Befestigung erinnert.
Die Jonker Street bildet das Zentrum des chinesisch geprägten Altstadtbereichs. Historische Handelshäuser, Tempel, Museen und Restaurants liegen entlang der Straße und in den angrenzenden Gassen. Besonders an Wochenenden entsteht ein stark besuchter Nachtmarkt.
Melaka und George Town gehören gemeinsam zum UNESCO-Welterbe. Beide Städte dokumentieren mehr als 500 Jahre Handel und kulturellen Austausch zwischen dem Malaiischen Archipel, China, Indien, dem Nahen Osten und Europa. Melaka steht stärker für die Zeit des Sultanats sowie die portugiesische und niederländische Epoche, George Town für die britische Handelsstadt.
Zwei Übernachtungen sind für Melaka angemessen. Ein Tagesausflug ab Kuala Lumpur ist möglich, lässt aber wenig Zeit für Museen und ruhigere Abendstunden.
George Town und die Insel Penang
George Town ist die Hauptstadt der Insel Penang und gehört zu den kulturell interessantesten Städten Malaysias. Chinesische Handelshäuser, britische Verwaltungsgebäude, Moscheen, hinduistische Tempel und Clan-Anlagen bilden ein dichtes historisches Zentrum.
Die sogenannten Clan Jetties entstanden als Siedlungen chinesischer Gemeinschaften auf Holzstegen am Wasser. Einige Bereiche sind weiterhin bewohnt und sollten nicht wie reine Freilichtmuseen behandelt werden. Die Khoo-Kongsi-Anlage zeigt die repräsentative Architektur eines chinesischen Familienverbandes.
Street-Art wurde in den vergangenen Jahren zu einem bekannten Bestandteil des Stadtbilds. Die Wandbilder liegen zwischen Wohnhäusern, Werkstätten und Geschäften. Besonders am frühen Morgen lassen sich die Gassen ruhiger erkunden.
Penang Hill bietet Aussicht über George Town und die Küste. Der Kek-Lok-Si-Tempel zählt zu den großen buddhistischen Anlagen des Landes. Strände liegen vor allem im Norden der Insel rund um Batu Ferringhi, während George Town stärker für Kultur und Küche geeignet ist.
Für Penang sind vier bis fünf Tage sinnvoll. Die UNESCO hebt George Town als historisches Handelszentrum mit lebendigem multikulturellem Erbe und einer großen Vielfalt religiöser sowie weltlicher Architektur hervor.
Ipoh und die Cameron Highlands
Ipoh liegt zwischen Kuala Lumpur und Penang und ist für historische Geschäftshäuser, Kalksteinberge und eine ausgeprägte Kaffeehauskultur bekannt. Die Altstadt besitzt Kolonialarchitektur, Wandbilder und traditionelle Restaurants. Mehrere Höhlentempel befinden sich in den Kalksteinfelsen der Umgebung.
Die Cameron Highlands liegen weiter östlich in größerer Höhe. Teeplantagen, Gemüseanbau, Waldgebiete und deutlich kühlere Temperaturen unterscheiden die Region von den tropischen Tiefländern. Tanah Rata eignet sich als Ausgangspunkt für Wanderungen und Ausflüge.
Die touristisch erschlossenen Mooswälder sind empfindliche Ökosysteme. Besucher sollten auf ausgewiesenen Wegen bleiben und kleinere, verantwortungsvoll organisierte Touren bevorzugen. An Wochenenden und Feiertagen kann der Straßenverkehr in den Highlands sehr stark werden.
Ipoh und die Cameron Highlands lassen sich gut in eine Bahn- und Busrundreise durch Westmalaysia integrieren. Die schnellen ETS-Züge verbinden Kuala Lumpur unter anderem mit Ipoh, Butterworth und Padang Besar.
Taman Negara und der Regenwald der Halbinsel
Taman Negara umfasst eines der bekanntesten Regenwaldgebiete Westmalaysias. Flüsse, dicht bewachsene Hügel, Wanderwege und einfache Dschungelunterkünfte prägen die Region. Kuala Tahan bildet den wichtigsten Ausgangspunkt.
Zu den typischen Aktivitäten gehören geführte Wanderungen, Bootsfahrten, Nachtspaziergänge und Besuche in Flusslandschaften. Tierbeobachtungen sind nicht garantiert. Viele größere Säugetiere leben zurückgezogen und werden deutlich seltener gesehen als Insekten, Vögel, Reptilien oder kleinere Tiere.
Hitze, hohe Luftfeuchtigkeit, Blutegel und kräftige Regenfälle gehören zu den natürlichen Bedingungen. Leichte lange Kleidung, Mückenschutz, wasserdichte Beutel und gut trocknende Schuhe sind wichtiger als schwere Trekkingausrüstung.
Taman Negara steht derzeit auf Malaysias Vorschlagsliste für ein mögliches zukünftiges UNESCO-Welterbe, ist aber noch keine eingetragene Welterbestätte.
Langkawi und die Inselwelt im Nordwesten
Langkawi ist ein Archipel vor der nordwestlichen Küste Westmalaysias. Die Hauptinsel besitzt Strände, Mangroven, Kalksteinformationen und eine entwickelte Ferieninfrastruktur.
Pantai Cenang ist der lebhafteste Strandbereich mit Restaurants, Geschäften und Wassersportangeboten. Ruhigere Unterkünfte liegen an kleineren Buchten und im Norden der Insel. Die Seilbahn führt auf den Machinchang-Berg und eröffnet bei klarer Sicht weite Blicke über Inseln und Küste.
Bootstouren durch Mangroven und Karstlandschaften gehören zu den bekannten Ausflügen. Verantwortungsvolle Anbieter verzichten auf das Füttern von Adlern und Affen, da solche Praktiken das natürliche Verhalten der Tiere verändern.
Langkawi besitzt einen internationalen Flughafen und ist außerdem per Fähre erreichbar. Tourism Malaysia nennt Kuala Lumpur und weitere malaysische Flughäfen als wichtige Flugverbindungen zur Insel.
Vier bis fünf Nächte bieten genügend Zeit für Strände, Inselrundfahrten und einen ruhigen Reisetag.
Ostküste und tropische Inseln
Die Ostküste der Halbinsel besitzt lange Sandstrände, stärker malaiisch geprägte Städte und mehrere bekannte Inselgruppen. Zu den wichtigsten Zielen gehören die Perhentian Islands, Redang, Tioman und kleinere Inseln vor Terengganu und Pahang.
Die Perhentian Islands richten sich sowohl an Rucksackreisende als auch an ruhesuchende Strandurlauber. Redang besitzt größere Resorts und gute Möglichkeiten zum Schnorcheln. Tioman liegt weiter südlich und verbindet Dörfer, Regenwald und Buchten.
Die Saison unterscheidet sich deutlich von der Westküste. Der Nordostmonsun bringt besonders von ungefähr November bis Februar starke Niederschläge und unruhige See. Viele Unterkünfte und Bootsverbindungen werden während dieser Zeit eingeschränkt oder vollständig eingestellt. Tourism Malaysia weist für die Ostküste ausdrücklich auf einen ausgeprägten Monsun zwischen Dezember und Februar hin.
Sabah und der Kinabalu Park
Sabah liegt im Norden Borneos. Kota Kinabalu ist die Hauptstadt und ein wichtiger Ausgangspunkt für Nationalparks, Inseln und Gebirgsregionen. Die Stadt besitzt Märkte, Uferpromenaden und Fährverbindungen zu nahe gelegenen Inseln.
Der Kinabalu Park schützt verschiedene Höhen- und Vegetationszonen rund um den Mount Kinabalu. Der Berg erreicht mehr als 4.000 Meter und gehört zu den bedeutenden Naturgebieten Südostasiens. Der Park wurde im Jahr 2000 in die UNESCO-Welterbeliste aufgenommen.
Die Gipfelbesteigung erfolgt gewöhnlich als mehrtägige Tour mit Genehmigung, Unterkunft und vorgeschriebenem Bergführer. Die Plätze für 2026 werden ausschließlich über das offizielle Buchungssystem vergeben.
Auch ohne Gipfelbesteigung bietet die Region botanische Gärten, kurze Naturwege und Unterkünfte rund um Kundasang. Der Canopy Walkway bei Poring Hot Springs ist allerdings seit Juli 2025 wegen umfangreicher Reparaturarbeiten bis auf Weiteres geschlossen.
Ost-Sabah, Sepilok und Kinabatangan
Sepilok, Sandakan und der Kinabatangan-Fluss sind bekannte Ziele für Orang-Utans, Nasenaffen, Vögel und Flusslandschaften. Gute Naturprogramme setzen auf kleine Gruppen, qualifizierte Guides und Beobachtung ohne Fütterung oder direkten Kontakt.
Gegenwärtig ist die Region allerdings sicherheitspolitisch sensibel. Das Auswärtige Amt rät von nicht notwendigen Reisen an die Ostküste Sabahs einschließlich Sandakan, Lahad Datu und Semporna sowie zu den vorgelagerten Inseln und Tauchgebieten ab. Für Teile des Seegebiets besteht wegen Überfall- und Entführungsrisiken eine weitergehende Warnung. Bootsfahrten sollten dort nur mit etablierten Anbietern und niemals nachts erfolgen.
Diese Hinweise betreffen auch bekannte Tauchziele rund um Semporna. Eine Reise sollte nur nach aktueller Prüfung der offiziellen Sicherheitslage und mit flexiblen Buchungsbedingungen geplant werden.
Sarawak, Kuching und Bako
Sarawak nimmt den nordwestlichen Teil des malaysischen Borneo ein. Kuching ist die Hauptstadt und besitzt eine Uferpromenade, Museen, Tempel, Moscheen und historische Geschäftshäuser. Die Stadt eignet sich als Basis für mehrere Tagesausflüge.
Der Bako-Nationalpark liegt nahe Kuching und verbindet Mangroven, Küstenwald, Felsformationen und Wanderwege. Nasenaffen, Bartschweine und verschiedene Vogelarten können dort beobachtet werden, ohne dass Sichtungen garantiert sind.
Traditionelle Langhäuser werden in mehreren Regionen Sarawaks besucht. Verantwortungsvolle Angebote sollten Gemeinschaften nicht als folkloristische Kulisse behandeln, sondern lokale Gastgeber, Geschichte und heutige Lebensbedingungen angemessen einbeziehen.
Gunung Mulu und die Höhlenwelt Borneos
Der Gunung-Mulu-Nationalpark gehört zu den eindrucksvollsten Naturgebieten Malaysias. Regenwald, Karstberge, große Höhlensysteme und unterirdische Flüsse prägen das UNESCO-Welterbe. Zu den bekannten Unternehmungen gehören die Deer Cave, die Clearwater Cave, Nachtwanderungen, der Canopy Walk und anspruchsvolle Touren zu den Pinnacles.
Mulu ist nicht über eine gewöhnliche Fernstraße erreichbar. Die Anreise erfolgt hauptsächlich per Flugzeug, außerdem existieren aufwendige Fluss- und Landwege. Der Park beschreibt Flug, Wasserweg oder mehrtägiges Wandern als mögliche Zugangsformen.
Alle Besucher benötigen einen Parkpass, der derzeit für fünf aufeinanderfolgende Tage gilt. Einzelne Höhlen- und Trekkingtouren müssen zusätzlich reserviert werden.
Vier bis fünf Nächte ermöglichen mehrere Höhlenbesuche und einen Reservetag für Wetteränderungen. Die Pinnacles sind deutlich anspruchsvoller und benötigen eine eigenständige Vorbereitung.
Malaysische Küche
Die Küche Malaysias ist ein wesentlicher Teil jeder Reise. Nasi lemak besteht aus in Kokosmilch gegartem Reis mit Sambal und unterschiedlichen Beilagen. Satay bezeichnet gegrillte Fleischspieße mit Erdnusssauce, während Roti Canai häufig mit Curry serviert wird.
Penang ist besonders für Char Kway Teow, Assam Laksa und Hokkien Mee bekannt. In Melaka verbindet die Peranakan- beziehungsweise Nyonya-Küche chinesische und malaiische Traditionen. Sarawak Laksa und Kolo Mee gehören zu den bekannten Gerichten in Kuching.
Hawker Centres und Food Courts erleichtern es, mehrere Gerichte in kleinen Portionen zu probieren. In muslimisch geprägten Gebieten ist Alkohol weniger verbreitet, während Schweinefleisch vor allem in chinesischen Restaurants angeboten wird. Halal-Kennzeichnungen helfen bei der Orientierung.
Beste Reisezeit für Malaysia
Malaysia besitzt ein tropisches Klima mit hohen Temperaturen und hoher Luftfeuchtigkeit während des gesamten Jahres. Regen ist zu jeder Jahreszeit möglich, tritt aber regional unterschiedlich stark auf.
Die Westküste mit Kuala Lumpur, Penang und Langkawi lässt sich grundsätzlich ganzjährig besuchen. Häufige Schauer fallen oft am Nachmittag oder Abend. Für die Inseln der Ostküste sind ungefähr März bis September besonders geeignet, während der Nordostmonsun im späten Jahr Bootsverkehr und Badebedingungen deutlich beeinträchtigen kann.
Borneo besitzt eigene regionale Niederschlagsmuster. Für Trekking und Höhlenreisen sollten immer zusätzliche Wetterreserven eingeplant werden.
Empfohlene Aufenthaltsdauer und Reiserouten
Zehn Tage reichen für Kuala Lumpur, Melaka und Penang. Zwei Wochen ermöglichen zusätzlich Langkawi oder die Cameron Highlands.
Drei Wochen sind für eine erste umfassendere Reise ausgewogen. Eine Route kann Kuala Lumpur, Melaka, Taman Negara, Penang und Langkawi verbinden. Alternativ lassen sich Kuala Lumpur und Penang mit einer Woche in Sarawak oder West-Sabah kombinieren.
Vier Wochen ermöglichen eine klarere Trennung zwischen Halbinsel und Borneo. Zu viele Inlandsflüge und tägliche Unterkunftswechsel nehmen der Reise häufig mehr Qualität, als zusätzliche Stationen gewinnen.
Einreise und Mobilität
Deutsche Staatsangehörige benötigen für touristische Aufenthalte von bis zu drei Monaten ohne Berufstätigkeit kein Visum. Der Reisepass muss bei der Einreise noch mindestens sechs Monate gültig, unbeschädigt und mit freien Seiten versehen sein. Innerhalb der drei Tage vor der Ankunft ist die Malaysia Digital Arrival Card auszufüllen. Bei der Einreise können außerdem Rück- oder Weiterreiseticket und Unterkunftsnachweis verlangt werden.
Bei der Weiterreise nach Sabah oder Sarawak erfolgt eine separate Einreisekontrolle, obwohl beide Bundesstaaten zu Malaysia gehören. Der dabei erteilte Aufenthalt wird gewöhnlich erneut dokumentiert.
Kuala Lumpur besitzt ein gut ausgebautes Netz aus Stadtbahnen, Monorail, Bussen und Flughafenverbindungen. Auf der Halbinsel verbindet der ETS-Fernverkehr unter anderem Kuala Lumpur mit Ipoh, Butterworth und Padang Besar. Langsamere Intercity-Züge bedienen weitere südliche und östliche Strecken.
Inlandsflüge sind für Borneo und größere Entfernungen besonders wichtig. Mietwagen eignen sich für Langkawi, Sabah, Sarawak und ländliche Regionen. In Malaysia gilt Linksverkehr.
Aktuelle Reiseführer und passende Bücher für Malaysia
Für eine erste Rundreise eignet sich ein umfassender Malaysia Reiseführer mit getrennten Kapiteln zur Halbinsel, zu Sabah und zu Sarawak. Kuala Lumpur, Penang, Melaka, Langkawi, Ostküste und Borneo sollten nicht nur als kurze Unterpunkte behandelt werden.
Für eine reine Städtereise genügt ein kompakter Führer zu Kuala Lumpur, George Town und Melaka. Kulinarisch interessierte Reisende profitieren von Büchern über malaiische, chinesisch-malaysische, indische und Peranakan-Küche.
Naturreisende sollten spezielle Führer zu Borneo, Vögeln, Primaten und tropischen Pflanzen ergänzen. Für Mount Kinabalu, Mulu und längere Regenwaldtouren sind aktuelle Informationen zu Genehmigungen, Guides und saisonalen Einschränkungen besonders wichtig.
Kartenmaterial sollte auch offline verfügbar sein. In Nationalparks und abgelegenen Regionen ist der Mobilfunkempfang nicht überall zuverlässig.
Fazit
Malaysia verbindet multikulturelle Städte, tropische Inseln, historische Handelszentren und außergewöhnliche Regenwaldgebiete. Kuala Lumpur bietet moderne Architektur, religiöse Vielfalt und eine lebhafte Gastronomie. Melaka und George Town dokumentieren die lange Geschichte des Handels an der Straße von Malakka.
Langkawi und die Inseln der Ostküste stehen für Strand- und Naturaufenthalte, wobei die Monsunzeiten deutlich berücksichtigt werden müssen. Taman Negara erschließt den Regenwald der Halbinsel. Sabah und Sarawak erweitern die Reise durch Mount Kinabalu, Höhlensysteme, Flusslandschaften und indigene Kulturen.
Für einen ersten Aufenthalt sind zwei bis drei Wochen besonders ausgewogen. Ein umfassender Landesführer erleichtert die Auswahl realistischer Regionen. Wer Borneo intensiv bereisen möchte, profitiert von einem eigenen Regionalführer und einer langsamen Planung mit ausreichend Wetter- und Transportreserven.
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