Frankfurt am Main verbindet eine moderne Hochhauskulisse mit historischen Plätzen, bedeutenden Museen, internationalen Geschäftsvierteln und ruhigen Wohngegenden. Die Stadt liegt beiderseits des Mains und gehört zu den wichtigsten Verkehrs-, Finanz- und Kulturzentren Deutschlands. Besonders bekannt ist Frankfurt für seine Skyline, den internationalen Flughafen, die Europäische Zentralbank und die Frankfurter Buchmesse. Gleichzeitig besitzt die Stadt eine lange Geschichte als Handelsplatz, Krönungsort deutscher Kaiser und Wirkungsstätte bedeutender Persönlichkeiten.
Das Zentrum lässt sich vergleichsweise gut zu Fuß erkunden. Zwischen Römerberg, Kaiserdom, Paulskirche, Neuer Altstadt, Hauptwache und Mainufer liegen viele Sehenswürdigkeiten nah beieinander. Auf der südlichen Mainseite beginnt das Museumsufer mit mehreren international beachteten Sammlungen. Viertel wie Sachsenhausen, Bornheim, Nordend, Westend und das Bahnhofsviertel zeigen sehr unterschiedliche Seiten des heutigen Frankfurt.
Ein Frankfurt am Main Reiseführer sollte die Stadt nicht ausschließlich als Bankenmetropole oder Zwischenstation betrachten. Viele Reisende kennen Frankfurt zunächst nur vom Flughafen oder Hauptbahnhof. Wer zwei bis vier Tage bleibt, entdeckt jedoch eine kompakte Kulturstadt mit historischen Orten, abwechslungsreicher Gastronomie, weitläufigen Grünanlagen und guten Möglichkeiten für Ausflüge in den Rheingau, den Taunus und weitere Regionen Hessens.
Für einen ersten Aufenthalt sind drei Tage sinnvoll. Zwei Tage reichen für Altstadt, Mainufer und ein größeres Museum. Vier bis fünf Tage ermöglichen zusätzlich mehrere Stadtviertel, Palmengarten, Senckenberg Naturmuseum und einen Tagesausflug in die Umgebung.
Warum Frankfurt am Main als Reiseziel interessant ist
Frankfurt besitzt ein Stadtbild, das in Deutschland ungewöhnlich ist. Moderne Hochhäuser konzentrieren sich rund um das Bankenviertel und bilden eine Skyline, die besonders vom Mainufer und von erhöhten Aussichtspunkten sichtbar wird. Gleichzeitig liegen in unmittelbarer Nähe rekonstruierte Altstadthäuser, mittelalterliche Kirchen und Plätze mit jahrhundertealter Geschichte.
Diese Gegensätze gehören zum Charakter der Stadt. Frankfurt war bereits im Mittelalter ein wichtiger Handelsplatz. Seit dem 12. Jahrhundert fanden hier bedeutende Messen statt. Später wurden römisch-deutsche Könige und Kaiser gewählt beziehungsweise gekrönt. Im 19. Jahrhundert tagte in der Paulskirche die erste gesamtdeutsche Nationalversammlung.
Nach den Zerstörungen des Zweiten Weltkriegs wurde die Innenstadt in großen Teilen modern wiederaufgebaut. Einzelne historische Bauwerke wurden rekonstruiert, während breite Straßen, neue Geschäftshäuser und später Hochhäuser das Zentrum veränderten. Die Neue Altstadt zwischen Römerberg und Dom greift seit ihrer Fertigstellung wieder historische Grundstücksstrukturen und ausgewählte frühere Gebäudeformen auf.
Frankfurt eignet sich für Kulturreisen, Architektur, Wochenendaufenthalte und kulinarische Entdeckungen. Wegen des großen Bahnhofs und Flughafens lässt sich die Stadt außerdem gut in längere Deutschland- oder Europareisen integrieren.
Römerberg und das historische Zentrum
Der Römerberg bildet das bekannteste historische Zentrum Frankfurts. Fachwerkfassaden, Brunnen, Kirchen und das Rathausensemble schaffen einen geschlossenen Platzraum. Der Römer mit seiner charakteristischen Treppengiebelfassade wird seit dem Mittelalter als Rathaus genutzt.
Auf der gegenüberliegenden Seite stehen rekonstruierte Häuser der sogenannten Ostzeile. Sie erinnern an die frühere Bebauung des Platzes, die im Zweiten Weltkrieg zerstört wurde. In der Mitte befindet sich der Gerechtigkeitsbrunnen.
Der Römerberg war über Jahrhunderte Schauplatz von Märkten, Festen und politischen Ereignissen. In der Adventszeit gehört er zu den zentralen Bereichen des Frankfurter Weihnachtsmarkts. Während dieser Wochen kann die Altstadt besonders stark besucht sein.
Vom Römerberg führen kurze Wege zum Historischen Museum, zur Alten Nikolaikirche, zur Paulskirche, zum Mainufer und in die Neue Altstadt. Für einen ersten Rundgang sollten mindestens zwei Stunden eingeplant werden. Mit Museumsbesuchen und längeren Pausen kann der Bereich einen halben Tag beanspruchen.
Kaiserdom St. Bartholomäus
Der Frankfurter Kaiserdom erhebt sich östlich des Römerbergs. Trotz der gebräuchlichen Bezeichnung war er nie Bischofssitz und damit streng genommen keine Kathedrale. Seine historische Bedeutung ergibt sich vor allem daraus, dass hier römisch-deutsche Kaiser gekrönt wurden.
Der hohe Turm prägt die Silhouette der Altstadt. Im Inneren befinden sich gotische Architektur, Kapellen, Grabmäler und Kunstwerke. Bei zugänglichem Turmaufstieg eröffnet sich ein weiter Blick über Altstadt, Main und moderne Skyline. Die zahlreichen Stufen erfordern jedoch eine gewisse Kondition.
Rund um den Dom wurden archäologische Spuren verschiedener Epochen freigelegt. Das Gebiet war bereits in römischer und frühmittelalterlicher Zeit besiedelt. Zwischen Dom und Römerberg liegt heute die Neue Altstadt.
Neue Altstadt
Die Neue Altstadt wurde auf dem historischen Areal zwischen Römerberg und Dom errichtet. Das Quartier verbindet rekonstruierte Gebäude mit modernen Neubauten, die sich an früheren Grundstücksgrößen, Dachformen und Materialien orientieren.
Zu den bekanntesten Rekonstruktionen gehört das Haus zur Goldenen Waage. Seine reich verzierte Fassade und die detaillierte Gestaltung vermitteln einen Eindruck vom Wohlstand früherer Frankfurter Kaufleute. Weitere Gassen, kleine Plätze und Durchgänge greifen die frühere Struktur des Viertels auf.
Die Neue Altstadt wurde kontrovers diskutiert. Befürworter sehen darin die Wiedergewinnung eines kleinteiligen Stadtraums, während Kritiker auf die künstliche Rekonstruktion und hohen Baukosten verweisen. Für Besucher ist gerade diese Debatte interessant, weil sie Fragen nach Erinnerung, Stadtidentität und historischem Wiederaufbau berührt.
Cafés, kleine Geschäfte und Museen machen den Bereich zu einer lebendigen Verbindung zwischen Römerberg und Dom. Am frühen Morgen lassen sich die Architektur und Gassen besonders ruhig betrachten.
Paulskirche und deutsche Demokratiegeschichte
Die Paulskirche liegt nur wenige Schritte vom Römerberg entfernt. In dem klassizistischen Rundbau trat 1848 die Frankfurter Nationalversammlung zusammen. Sie war das erste frei gewählte gesamtdeutsche Parlament und erarbeitete eine Verfassung für einen deutschen Nationalstaat.
Obwohl die politischen Ziele der Versammlung nicht dauerhaft umgesetzt wurden, gilt die Paulskirche als wichtiger Erinnerungsort der deutschen Demokratiegeschichte. Das Gebäude wurde im Zweiten Weltkrieg zerstört und vereinfacht wiederaufgebaut.
Heute dient die Paulskirche vor allem als Gedenk-, Ausstellungs- und Veranstaltungsort. Politische Preisverleihungen und öffentliche Feiern finden dort regelmäßig statt. Die Ausstellung im Inneren vermittelt einen Überblick über die Nationalversammlung, ihre Mitglieder und ihre historischen Folgen.
Die Paulskirche lässt sich gut mit Römerberg, Goethe-Haus und Hauptwache verbinden.
Goethe-Haus und literarisches Frankfurt
Johann Wolfgang von Goethe wurde 1749 in Frankfurt geboren. Das Goethe-Haus zeigt rekonstruierte Wohnräume der Familie und vermittelt einen Eindruck vom bürgerlichen Leben im 18. Jahrhundert. Möbel, Kunstwerke, Bücher und persönliche Gegenstände ordnen Goethes Jugend und familiäres Umfeld ein.
Das ursprüngliche Gebäude wurde im Zweiten Weltkrieg zerstört und anschließend originalgetreu wiederaufgebaut. Das benachbarte Deutsche Romantik-Museum erweitert den Besuch um Literatur, Kunst und Kultur der Romantik.
Für Literaturinteressierte sind beide Einrichtungen besonders relevant. Auch Reisende ohne vertiefte Goethe-Kenntnisse erhalten einen anschaulichen Einblick in die gesellschaftliche Welt des 18. und frühen 19. Jahrhunderts.
Mainufer und Eiserner Steg
Der Main verbindet die historische Innenstadt mit Sachsenhausen und prägt die räumliche Orientierung. Promenaden und Grünflächen verlaufen auf beiden Seiten des Flusses. Besonders am Wochenende werden die Ufer zum Treffpunkt für Spaziergänger, Radfahrer und Familien.
Der Eiserne Steg ist eine Fußgängerbrücke zwischen Altstadt und Sachsenhausen. Von der Brücke reicht der Blick auf Dom, Römerberg, Museumsufer und Hochhäuser. Am frühen Morgen und rund um den Sonnenuntergang entstehen besonders klare Perspektiven auf die Stadt.
Am nördlichen Ufer liegen Schiffsanleger und die Mainkai-Promenade. Südlich beginnt das Museumsufer. Eine vollständige Runde über mehrere Brücken lässt sich gut mit einem Museumsbesuch, Sachsenhausen und einer Pause am Wasser verbinden.
Museumsufer
Das Museumsufer bezeichnet eine Reihe bedeutender Museen auf beiden Seiten des Mains. Ein Schwerpunkt liegt am südlichen Ufer in Sachsenhausen. Dort befinden sich Sammlungen zu Kunst, Film, Architektur, Kommunikation und Weltkulturen.
Das Städel Museum gehört zu den wichtigsten Kunstmuseen Deutschlands. Seine Sammlung reicht vom Mittelalter über Renaissance, Barock und Moderne bis zur Gegenwart. Werke europäischer Malerei stehen neben Fotografie, Grafik und moderner Kunst.
Das Deutsche Filminstitut und Filmmuseum behandelt Filmgeschichte, Technik, Wahrnehmung und Produktion. Interaktive Stationen machen es auch für Familien interessant. Das Museum Angewandte Kunst konzentriert sich auf Design, Mode, Kunsthandwerk und Alltagskultur.
Das Museum für Kommunikation zeigt die Entwicklung von Post, Telefon, Medien und digitaler Kommunikation. Das Deutsche Architekturmuseum beschäftigt sich mit Baugeschichte, Stadtentwicklung und aktuellen architektonischen Fragen.
Ein einziges Wochenende reicht kaum für alle Häuser. Sinnvoll ist die Auswahl von ein oder zwei Museen entsprechend den persönlichen Interessen.
Sachsenhausen und Apfelweinkultur
Sachsenhausen liegt südlich des Mains und verbindet Museumsufer, Wohnstraßen, traditionelle Apfelweinlokale und moderne Gastronomie. Das Viertel ist größer und vielfältiger, als der bekannte Ausgehbereich in Alt-Sachsenhausen vermuten lässt.
In den traditionellen Gaststätten wird Apfelwein häufig in einem gerippten Glas serviert. Größere Mengen kommen in einem Steingutkrug, dem Bembel, auf den Tisch. Der Geschmack ist herber und säuerlicher als bei süßem Apfelwein oder Cider.
Typische Gerichte sind Grüne Soße mit Kräutern, Eiern und Kartoffeln, Handkäs mit Musik sowie Frankfurter Rippchen mit Sauerkraut. Nicht jedes Lokal ist gleichermaßen traditionell. Rund um Schweizer Straße und in ruhigeren Nebenstraßen finden sich neben Apfelweinwirtschaften auch Cafés, Bäckereien und internationale Restaurants.
Alt-Sachsenhausen wird am Abend zum Ausgehviertel. Wer eine ruhige Unterkunft sucht, sollte nicht unmittelbar an den belebtesten Straßen wohnen.
Bankenviertel und Frankfurter Skyline
Das Bankenviertel liegt westlich der Innenstadt und wird von Hochhäusern internationaler Finanzunternehmen geprägt. Die Türme stehen nicht in einem vollständig geschlossenen Geschäftsbezirk, sondern verteilen sich zwischen älteren Bürogebäuden, Wohnstraßen und öffentlichen Plätzen.
Ein Spaziergang kann von der Hauptwache über die Neue Mainzer Straße zum Opernplatz führen. Dabei werden verschiedene Generationen der Hochhausarchitektur sichtbar. Besonders eindrucksvoll ist die Skyline von Sachsenhausen, dem Mainufer oder einer der Mainbrücken.
Der Main Tower besitzt eine öffentlich zugängliche Aussichtsplattform. Bei klarer Sicht reicht der Blick über das gesamte Stadtgebiet, den Taunus, den Flughafen und die weitere Rhein-Main-Region. Wetter, Wind und Veranstaltungen können den Zugang beeinflussen.
Die Europäische Zentralbank steht weiter östlich im Ostend auf dem Gelände der früheren Großmarkthalle. Das Ensemble verbindet einen modernen Doppelturm mit dem denkmalgeschützten historischen Hallenbau.
Alte Oper und Opernplatz
Die Alte Oper wurde im 19. Jahrhundert als Opernhaus eröffnet, im Zweiten Weltkrieg zerstört und später als Konzert- und Veranstaltungshaus wiederaufgebaut. Ihre repräsentative Fassade prägt den Opernplatz.
Heute finden dort Konzerte, Kongresse und kulturelle Veranstaltungen statt. Das eigentliche Opernhaus der Stadt befindet sich am Willy-Brandt-Platz.
Der Opernplatz verbindet Innenstadt, Bankenviertel und Westend. Cafés, Brunnen und breite Gehwege machen ihn zu einem beliebten Treffpunkt. Von hier beginnt außerdem die Bockenheimer Landstraße in Richtung Palmengarten.
Palmengarten und Grüneburgpark
Der Palmengarten gehört zu den größten botanischen Gärten Deutschlands. Historische Gewächshäuser, Palmenhaus, Themengärten, Wasserflächen und saisonale Ausstellungen zeigen Pflanzen aus unterschiedlichen Klimazonen.
Der Garten eignet sich zu jeder Jahreszeit. Im Winter bieten die Gewächshäuser einen warmen, grünen Rückzugsort. Im Frühjahr und Sommer stehen Freiflächen, Blütenanlagen und Veranstaltungen stärker im Mittelpunkt.
Direkt angrenzend liegt der Grüneburgpark. Die große öffentliche Grünfläche wird von Spaziergängern, Studierenden, Familien und Sportlern genutzt. Palmengarten, Grüneburgpark und das nahe Westend lassen sich gut zu einem halbtägigen Rundgang verbinden.
Senckenberg Naturmuseum
Das Senckenberg Naturmuseum befindet sich nahe dem Palmengarten und der Goethe-Universität. Es gehört zu den bekanntesten Naturkundemuseen Deutschlands. Dinosaurierskelette, Fossilien, Tierpräparate, geologische Sammlungen und Ausstellungen zur biologischen Vielfalt bilden die Schwerpunkte.
Das Museum eignet sich besonders für Familien, bietet aber auch umfangreiche wissenschaftliche Informationen. Die Sammlung zeigt nicht nur spektakuläre Großobjekte, sondern erklärt Evolution, Ökosysteme und Veränderungen der Erde.
Für einen Besuch sollten mindestens zwei bis drei Stunden eingeplant werden. Palmengarten und Senckenberg lassen sich zwar an einem Tag verbinden, ergeben gemeinsam jedoch ein umfangreiches Programm.
Kleinmarkthalle und Frankfurter Küche
Die Kleinmarkthalle liegt zwischen Zeil und Altstadt. In der überdachten Markthalle verkaufen zahlreiche Stände Obst, Gemüse, Fleisch, Fisch, Käse, Gewürze, Backwaren und internationale Spezialitäten.
Der Markt eignet sich besonders für einen Besuch am Vormittag oder zur Mittagszeit. Neben Einkaufsmöglichkeiten gibt es kleine Imbissstände und gastronomische Angebote. Die Mischung aus regionalen Produkten und internationalen Lebensmitteln spiegelt die kulturelle Vielfalt Frankfurts wider.
Frankfurter Küche besteht nicht nur aus Würstchen. Grüne Soße wird traditionell aus sieben Kräutern hergestellt und häufig mit Kartoffeln und Eiern oder Fleisch serviert. Handkäse ist ein säuerlicher Sauermilchkäse, der mit Zwiebeln, Essig und Öl angeboten wird. Bethmännchen sind kleine Marzipangebäcke mit Mandeln.
Bahnhofsviertel
Das Bahnhofsviertel liegt zwischen Hauptbahnhof und Innenstadt. Es gehört zu den dichtesten und internationalsten Stadtbereichen. Gründerzeitfassaden, Hotels, Banken, kleine Lebensmittelgeschäfte, Restaurants und Nachtleben stehen neben sozialen Problemen, Drogenkonsum und Straßenprostitution.
Das Viertel sollte weder romantisiert noch pauschal gemieden werden. Tagsüber sind die Hauptstraßen belebt und bieten eine große Auswahl an internationaler Gastronomie. Besonders türkische, eritreische, äthiopische, persische, indische und ostasiatische Restaurants prägen die Umgebung.
Ein respektvoller Umgang ist wichtig. Menschen in schwierigen Lebenssituationen sollten nicht fotografiert oder als touristische Attraktion betrachtet werden. Nachts können einzelne Straßen unangenehm wirken. Wertgegenstände sollten unauffällig getragen und ruhige Nebenstraßen bei Unsicherheit vermieden werden.
Bornheim, Nordend und Berger Straße
Bornheim und Nordend gehören zu den beliebten Wohnvierteln östlich und nordöstlich des Zentrums. Altbauten, kleine Geschäfte, Wochenmärkte, Cafés und Restaurants prägen das Straßenbild.
Die Berger Straße verläuft durch beide Viertel und gehört zu den längsten Einkaufs- und Gastronomiestraßen der Stadt. Ihr Charakter verändert sich entlang der Strecke: Näher am Zentrum wirkt sie urbaner, weiter nördlich stärker wie eine gewachsene Nachbarschaftsstraße.
Der Günthersburgpark und der Bethmannpark bieten Grünflächen. Im Bethmannpark befindet sich ein chinesischer Garten, der einen ruhigen Kontrast zur umliegenden Stadt bildet.
Bornheim eignet sich gut für Reisende, die Frankfurt außerhalb von Bankenviertel und Altstadt erleben möchten.
Höchst und weitere historische Stadtteile
Frankfurt-Höchst liegt westlich des Zentrums und besitzt eine eigene historische Altstadt mit Fachwerkhäusern, Schloss, Stadtmauerresten und Mainufer. Der Stadtteil war lange eine selbstständige Stadt und bewahrt bis heute einen eigenständigen Charakter.
Der Höchster Schlossplatz gehört zu den stimmungsvollsten Bereichen. Von dort führen Wege zum Main und zur Justinuskirche, einer der ältesten erhaltenen Kirchen im Frankfurter Stadtgebiet.
Auch Bergen-Enkheim besitzt einen historischen Ortskern. Seckbach, Niederursel und weitere Stadtteile zeigen dörfliche Strukturen innerhalb der heutigen Großstadt. Für einen ersten Kurzbesuch stehen diese Bereiche nicht im Mittelpunkt, eignen sich aber gut für längere Aufenthalte.
Beste Reisezeit für Frankfurt am Main
April bis Juni sowie September und Oktober eignen sich besonders für Stadtspaziergänge, Parks und Mainufer. Die Temperaturen sind meist angenehm, und die Grünanlagen zeigen sich besonders attraktiv.
Juli und August können warm oder heiß werden. Uferpromenaden, Parks und Museen bieten abwechslungsreiche Möglichkeiten, den Tagesablauf an das Wetter anzupassen.
Der Herbst ist durch Messen und Veranstaltungen teilweise stark nachgefragt. Besonders während großer internationaler Termine können Unterkünfte knapp und deutlich teurer werden.
Im Winter bieten Weihnachtsmarkt, Museen, Konzerte und Apfelweinlokale ein eigenes Reiseerlebnis. Regen, Wind und graue Tage sind möglich, während Schnee im Stadtgebiet eher unregelmäßig auftritt.
Empfohlene Aufenthaltsdauer
Ein Tag reicht für Römerberg, Neue Altstadt, Mainufer und einen kurzen Blick auf die Skyline. Ein solcher Aufenthalt bleibt jedoch oberflächlich.
Zwei bis drei Tage ermöglichen zusätzlich Museumsufer, Sachsenhausen, Palmengarten oder Senckenberg. Vier bis fünf Tage sind sinnvoll, wenn mehrere Stadtviertel und ein Ausflug in die Region eingeplant werden.
Frankfurt eignet sich außerdem als Ausgangspunkt für Tagesreisen nach Mainz, Wiesbaden, Darmstadt, Heidelberg oder in den Rheingau. Auch der Taunus mit Kronberg, Königstein und dem Großen Feldberg ist gut erreichbar.
Anreise und Mobilität
Der Frankfurter Flughafen gehört zu den wichtigsten internationalen Verkehrsknoten Europas. Regional- und Fernbahnhof verbinden die Terminals mit Frankfurt, anderen deutschen Städten und europäischen Zielen. Für die Fahrt in die Innenstadt stehen Regionalzüge, S-Bahnen, Busse und Taxis zur Verfügung.
Der Hauptbahnhof liegt westlich des Zentrums. Römerberg, Hauptwache und Zeil sind mit S-Bahn, U-Bahn oder Straßenbahn erreichbar. Zu Fuß dauert der Weg in die Innenstadt je nach Ziel und Route etwa zwanzig bis dreißig Minuten.
Innerhalb Frankfurts verkehren U-Bahnen, S-Bahnen, Straßenbahnen und Busse. Für das historische Zentrum und das Mainufer ist das Gehen meist die angenehmste Fortbewegungsart. Ein Mietwagen wird für eine Städtereise nicht benötigt. Parkplätze sind begrenzt, und zahlreiche Bereiche lassen sich mit öffentlichen Verkehrsmitteln einfacher erreichen.
Aktuelle Reiseführer und passende Bücher für Frankfurt am Main
Für einen Aufenthalt von zwei bis vier Tagen eignet sich ein kompakter Frankfurt am Main Reiseführer mit Stadtplan, Nahverkehrsübersicht und mehreren Rundgängen. Er sollte Altstadt, Museumsufer, Sachsenhausen, Bankenviertel und Palmengarten ausgewogen behandeln.
Architekturinteressierte profitieren von einem Führer zur Frankfurter Skyline, zum Wiederaufbau und zur Neuen Altstadt. Solche Bücher helfen dabei, die unterschiedlichen Entwicklungsphasen der Stadt besser zu verstehen.
Geschichtsinteressierte können Veröffentlichungen zur Paulskirche, zur Kaiserwahl, zur jüdischen Geschichte und zur Entwicklung Frankfurts als Handelsstadt ergänzen. Literaturführer zu Goethe und der Frankfurter Buchkultur bieten einen weiteren thematischen Zugang.
Wer Ausflüge in den Rheingau, Taunus oder weitere Teile Hessens plant, findet in einem umfassenden Regionalführer mehr Informationen zu Wanderwegen, Weinorten und Bahnverbindungen.
Fazit
Frankfurt am Main verbindet historische Orte, moderne Hochhäuser, bedeutende Museen und lebendige Stadtviertel. Römerberg, Kaiserdom, Neue Altstadt und Paulskirche vermitteln die politische und städtische Geschichte. Das Mainufer und der Eiserne Steg eröffnen charakteristische Ausblicke auf Altstadt und Skyline.
Das Museumsufer bietet Kunst, Film, Architektur und Kulturgeschichte. Sachsenhausen steht für Apfelwein und traditionelle Küche, während Bankenviertel und Europäische Zentralbank das moderne Frankfurt repräsentieren. Palmengarten, Grüneburgpark und Senckenberg Naturmuseum ergänzen die Reise durch Natur und Wissenschaft.
Für einen ersten Aufenthalt sind drei bis vier Tage besonders ausgewogen. Ein kompakter Stadtführer genügt für die wichtigsten Sehenswürdigkeiten. Architektur-, Museums- und Regionalführer bieten zusätzliche Tiefe und helfen dabei, Frankfurt nicht nur als Finanz- und Verkehrsknotenpunkt, sondern als vielseitige Kulturstadt kennenzulernen.
- Krasa, Daniel (Author)
- Asal, Susanne (Author)
- Bachmann, Laura (Author)
- Marco Polo Verlag (Author)
- Waltinger, Sarah (Author)
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