China gehört zu den vielseitigsten Reisezielen Asiens und lässt sich kaum innerhalb einer einzigen Rundreise vollständig erfassen. Zwischen den historischen Palästen Pekings, den Hochhäusern Shanghais, den Karstbergen bei Guilin, den Reisterrassen im Südwesten und den trockenen Landschaften entlang der alten Seidenstraße liegen enorme geografische, klimatische und kulturelle Unterschiede.
Das Land verbindet mehrere Jahrtausende Geschichte mit modernen Metropolen, Hochgeschwindigkeitszügen und einer weitgehend digital organisierten Alltagswelt. Kaiserliche Paläste, buddhistische Grotten, historische Stadtmauern und traditionelle Gartenanlagen stehen neben futuristischen Geschäftsvierteln, ausgedehnten U-Bahn-Netzen und modernen Kulturgebäuden. China besitzt inzwischen 60 eingetragene UNESCO-Welterbestätten, darunter die Große Mauer, die Kaiserpaläste in Peking und Shenyang, das Mausoleum des ersten Qin-Kaisers, die Mogao-Grotten und die Landschaft von Wulingyuan.
Ein China Reiseführer sollte deshalb nicht versuchen, möglichst viele Provinzen in eine einzige kurze Route zu pressen. Für eine erste Reise sind Peking, Xi’an und Shanghai eine sinnvolle Kombination. Wer zwei bis drei Wochen Zeit hat, kann Chengdu, Guilin, Zhangjiajie, Hangzhou oder eine Region in Yunnan ergänzen. Für den Westen, den äußersten Süden und abgelegenere Bergregionen sind eigenständige Reisen meist angenehmer.
Warum China als Reiseziel besonders interessant ist
China bietet eine außergewöhnliche Verbindung aus Kulturgeschichte, Landschaft und moderner Stadtentwicklung. Kaum ein anderes Reiseziel ermöglicht es, innerhalb weniger Tage eine kaiserliche Palastanlage, eine jahrtausendealte Befestigung, ein futuristisches Hochhausviertel und eine ländliche Karstlandschaft zu besuchen.
Die kulturellen Unterschiede zwischen den Regionen sind erheblich. Nordchina ist von Weizenprodukten, historischen Residenzstädten und trockeneren Landschaften geprägt. Im Osten konzentrieren sich große Metropolen, Wasserstädte und klassische Gartenkultur. Südchina wirkt vielerorts subtropisch und ist für Reisfelder, Karstberge und eine vielfältige Küche bekannt. Im Südwesten leben zahlreiche ethnische Gemeinschaften mit eigenen Sprachen, Baustilen und Festtraditionen.
Auch kulinarisch sollte China nicht als einheitliches Reiseziel betrachtet werden. Die Küche Sichuans unterscheidet sich grundlegend von kantonesischen Gerichten, den Nudelspezialitäten Nordchinas oder den Reisgerichten des Südens. Wer mehrere Regionen besucht, erlebt daher nicht nur unterschiedliche Landschaften, sondern beinahe täglich neue Esskulturen.
Peking und das kaiserliche China
Peking, international häufig Beijing genannt, eignet sich besonders als erster Einstieg. Die Hauptstadt verbindet monumentale Staatsarchitektur, historische Wohnviertel, Tempel, Parks und moderne Geschäftsgebiete.
Im Zentrum liegt der Platz des Himmlischen Friedens. Direkt nördlich beginnt die Verbotene Stadt, der frühere Kaiserpalast der Ming- und Qing-Dynastien. Das weitläufige Gelände besteht aus Toren, Höfen, Zeremonialhallen, Wohnbereichen und Gartenanlagen. Für einen ernsthaften Besuch sollte mindestens ein halber Tag eingeplant werden.
Nördlich der Verbotenen Stadt erhebt sich der Jingshan-Park. Von seinem Aussichtshügel öffnet sich einer der klarsten Blicke auf die symmetrische Palastanlage und die Dächer des historischen Zentrums. Der Beihai-Park, der Himmelstempel und der Sommerpalast zeigen weitere Seiten der kaiserlichen Stadtplanung.
Peking besitzt zudem zahlreiche Hutongs. Diese traditionellen Wohnviertel bestehen aus Gassen und Hofhäusern. Einige Bereiche wurden stark touristisch verändert, andere vermitteln weiterhin einen Eindruck vom lokalen Alltag. Ein Spaziergang am frühen Morgen oder am Abend wirkt häufig angenehmer als eine schnelle Rikschafahrt durch stark besuchte Straßen.
Die Große Mauer
Die Große Mauer besteht nicht aus einem einzigen durchgehenden Bauwerk, sondern aus verschiedenen Befestigungsabschnitten, die über lange Zeiträume entstanden. Sie diente der Kontrolle von Grenzen, Verkehrswegen und militärischen Bewegungen. Die UNESCO beschreibt sie als bedeutendes Zeugnis der politischen, militärischen und technologischen Geschichte Chinas.
Von Peking aus werden mehrere Abschnitte besucht. Badaling ist gut erschlossen und leicht erreichbar, kann jedoch sehr voll werden. Mutianyu verbindet restaurierte Mauern, bewaldete Berghänge und eine vergleichsweise ausgewogene Infrastruktur. Jinshanling eignet sich stärker für längere Wanderungen und Reisende, die ein ruhigeres Erlebnis suchen.
Die Wege verlaufen häufig steil über Bergkämme. Stufen können unregelmäßig und bei Regen oder Eis rutschig sein. Festes Schuhwerk, Wasser und wettergerechte Kleidung sind deshalb wichtiger als die reine Länge des geplanten Abschnitts. Für den Ausflug sollte ein ganzer Tag reserviert werden.
Xi’an und die Terrakotta-Armee
Xi’an war über mehrere Dynastien Hauptstadt und bildete einen wichtigen Ausgangspunkt historischer Handelswege nach Zentralasien. Die Stadt eignet sich besonders für Reisende, die sich für frühe chinesische Geschichte und die Seidenstraße interessieren.
Die Terrakotta-Armee liegt außerhalb des Zentrums und gehört zum Mausoleum des ersten Qin-Kaisers. Tausende lebensgroße Figuren von Soldaten, Pferden und weiteren Einheiten wurden in mehreren Gruben entdeckt. Unterschiede in Gesichtszügen, Frisuren, Kleidung und Körperhaltung verleihen der Anlage eine ungewöhnliche Detailfülle.
Im Zentrum von Xi’an ist die historische Stadtmauer weitgehend erhalten. Sie kann zu Fuß oder abschnittsweise mit dem Fahrrad erkundet werden. Der Glockenturm und der Trommelturm bilden wichtige Orientierungspunkte.
Das muslimische Viertel zeigt die religiöse und kulinarische Vielfalt der Stadt. Moscheen, Marktstraßen, kleine Restaurants und Stände erinnern an die Verbindungen Xi’ans zu westlicheren Handelsregionen. Besonders bekannt sind handgezogene Nudeln, gefüllte Fladenbrote und kräftige Suppengerichte.
Shanghai zwischen Bund und Pudong
Shanghai steht für die moderne, international geprägte Seite Chinas. Entlang des Huangpu-Flusses liegen zwei sehr unterschiedliche Stadtlandschaften. Auf der westlichen Seite verläuft der Bund mit historischen Bank-, Handels- und Verwaltungsgebäuden. Gegenüber erhebt sich Pudong mit dem Shanghai Tower, dem Oriental Pearl Tower und weiteren Wolkenkratzern.
Der Bund eignet sich besonders am frühen Morgen und nach Einbruch der Dunkelheit für einen Spaziergang. Die Beleuchtung Pudongs schafft am Abend eine markante Skyline, während morgens Einheimische Sport treiben und das Flussufer ruhiger wirkt.
Hinter dem Bund beginnen ältere Geschäfts- und Wohngebiete. Der Yuyuan-Garten verbindet traditionelle Gartenarchitektur mit Teichen, Felsen, Pavillons und geschwungenen Wegen. Die Umgebung ist stark touristisch geprägt, vermittelt aber einen ersten Eindruck klassischer chinesischer Gartengestaltung.
Die ehemalige Französische Konzession bietet baumbestandene Straßen, historische Wohnhäuser, Cafés und kleine Geschäfte. Stadtteile wie Jing’an, Xuhui und das Westbund-Gebiet zeigen weitere kulturelle und moderne Seiten der Metropole.
Suzhou, Hangzhou und die Wasserlandschaften
Suzhou liegt westlich von Shanghai und ist für klassische Gärten, Kanäle und Seidenkultur bekannt. Die historischen Gartenanlagen wurden als kunstvoll komponierte Landschaften gestaltet. Felsen, Wasser, Pavillons, Mauerdurchblicke und Pflanzen erzeugen auf engem Raum wechselnde Perspektiven.
Hangzhou liegt am Westsee und eignet sich für Spaziergänge, Bootsausflüge und Fahrradtouren. Dämme, Tempel, Gärten und bewaldete Hügel umgeben das Wasser. Die Region ist außerdem mit Tee verbunden. In den Hügeln südwestlich des Sees liegen Anbaugebiete, Dörfer und Teehäuser.
Zwischen Shanghai, Suzhou und Hangzhou bestehen schnelle Bahnverbindungen. Dennoch sollten die Orte nicht in einen einzigen Tagesausflug gedrängt werden. Zwei Nächte in Hangzhou oder Suzhou ermöglichen ruhigere Besichtigungen am frühen Morgen und Abend.
Kleinere Wasserstädte wie Tongli, Nanxun oder Wuzhen ergänzen die Region durch Kanäle, Steinbrücken und historische Häuser. Sie können während der Hauptreisezeiten stark besucht sein, wirken mit einer Übernachtung aber deutlich ruhiger.
Chengdu und die Kultur Sichuans
Chengdu ist die Hauptstadt der Provinz Sichuan und verbindet eine entspannte Teekultur mit moderner Großstadtentwicklung. Parks, Teehäuser, Tempel und Restaurants prägen den Alltag. Die Stadt eignet sich außerdem als Ausgangspunkt für Ausflüge zu Pandas, buddhistischen Monumenten und Berglandschaften.
Die Aufzucht- und Forschungsanlagen für Große Pandas gehören zu den bekanntesten Zielen. Ein früher Besuch ist sinnvoll, da die Tiere morgens häufig aktiver sind und das Gelände später stärker besucht wird.
Im Zentrum bieten der Wenshu-Tempel, der Volkspark und kleinere historische Straßen eine ruhigere Ergänzung. Sichuans Küche ist für Chili, fermentierte Zutaten und den betäubend wirkenden Sichuanpfeffer bekannt. Hotpot, Mapo Tofu, Dan-Dan-Nudeln und zahlreiche kalte Vorspeisen gehören zu den regionalen Gerichten.
Von Chengdu aus kann der Große Buddha von Leshan besucht werden. Die monumentale Felsfigur liegt am Zusammenfluss mehrerer Flüsse. Emei Shan verbindet buddhistische Tempel mit bewaldeten Bergwegen und benötigt für eine ausführlichere Erkundung mehr als einen kurzen Tagesausflug.
Zhangjiajie und Wulingyuan
Die Landschaft von Wulingyuan in der Provinz Hunan ist für ihre hohen Sandsteinpfeiler, tiefen Täler, Wälder und häufigen Nebel bekannt. Zhangjiajie dient als wichtiger Ausgangspunkt für mehrere Schutz- und Landschaftsgebiete. Wulingyuan gehört zum UNESCO-Welterbe.
Aussichtspunkte, Seilbahnen, Aufzüge und Busse erschließen große Teile des Gebiets. Trotz dieser Infrastruktur sind längere Fußwege, Treppen und Wartezeiten einzuplanen. An Wochenenden und während chinesischer Feiertage können die wichtigsten Plattformen sehr voll werden.
Mindestens drei Tage sind sinnvoll. Ein Tag kann dem Nationalpark gewidmet werden, ein weiterer dem Tianmen-Berg und ein zusätzlicher Tag ruhigeren Routen oder Wetterreserven. Nebel kann die Sicht einschränken, erzeugt gleichzeitig aber die charakteristische Atmosphäre der Landschaft.
Guilin und Yangshuo
Guilin und Yangshuo stehen für die berühmte Karstlandschaft Südchinas. Steile, bewachsene Kalksteinberge erheben sich aus flachen Ebenen, Reisfeldern und Flusstälern. Der Li-Fluss verbindet Guilin mit Yangshuo und gehört zu den klassischen Landschaftsrouten.
Yangshuo eignet sich besser als Guilin für einen längeren Aufenthalt in der Natur. Fahrradtouren und Fahrten mit kleinen Booten führen durch Dörfer, Felder und entlang des Yulong-Flusses. Die zentrale West Street ist stark touristisch, während Unterkünfte außerhalb des Zentrums ruhiger wirken.
In der weiteren Region liegen die Reisterrassen von Longji. Ihr Erscheinungsbild verändert sich im Jahresverlauf: wassergefüllte Felder im Frühjahr, kräftiges Grün im Sommer und goldene Flächen vor der Ernte. Für Longji sollte mindestens eine Übernachtung eingeplant werden, da Anfahrt und Wanderungen Zeit benötigen.
Yunnan und der Südwesten
Die Provinz Yunnan gehört zu den kulturell und landschaftlich vielfältigen Regionen Chinas. Kunming besitzt ein mildes Klima und dient als Verkehrsknotenpunkt. Dali liegt zwischen Bergen und dem Erhai-See und ist für historische Architektur sowie die Kultur der Bai bekannt.
Lijiang besitzt einen historischen Stadtkern aus Gassen, Kanälen und traditionellen Holzhäusern. Der Ort ist stark touristisch entwickelt, bietet aber weiterhin interessante Einblicke in die Kultur der Naxi. Ein Aufenthalt außerhalb der am stärksten besuchten Hauptgassen wirkt meist angenehmer.
Weiter nördlich liegt Shangri-La in größerer Höhe. Tibetisch geprägte Klöster, Grasländer und Berglandschaften bestimmen dort das Bild. Die Höhe erfordert ein langsameres Tempo und Zeit zur Anpassung.
Yunnan eignet sich für eine eigenständige Reise von mindestens zehn bis vierzehn Tagen. Eine kurze Ergänzung von nur zwei oder drei Tagen wird den großen Entfernungen und regionalen Unterschieden kaum gerecht.
Regionale Küche in China
Chinas Küche besteht aus zahlreichen regionalen Traditionen. In Peking gehören geröstete Ente, Teigtaschen und Nudelgerichte zu den bekannten Spezialitäten. Xi’an ist für kräftige Weizennudeln, Lammgerichte und Fladenbrote bekannt.
Shanghai und die Region Jiangnan verwenden häufig mildere, leicht süßliche Saucen, Fisch, Meeresfrüchte und gedämpfte Teigtaschen. Sichuan steht für Chili, Knoblauch, fermentierte Bohnen und Sichuanpfeffer. In Guangdong spielen gedämpfte Speisen, Dim Sum und frische Zutaten eine wichtige Rolle.
In Yunnan werden Pilze, Kräuter und regionale Produkte verschiedener Bevölkerungsgruppen verwendet. Hunan ist für aromatische und scharfe Gerichte bekannt, unterscheidet sich geschmacklich aber deutlich von Sichuan.
Restaurants mit Fotos, Übersetzungs-Apps und digitale Speisekarten erleichtern die Bestellung. Bei Unverträglichkeiten sollte eine eindeutig formulierte chinesische Übersetzung gespeichert werden, da allgemeine englische Begriffe nicht überall verstanden werden.
Beste Reisezeit für China
Die beste Reisezeit hängt stark von der Route ab. Frühling und Herbst eignen sich besonders für Peking, Xi’an, Shanghai und viele klassische Rundreisen. Die Temperaturen sind häufig angenehmer als im heißen, teilweise feuchten Sommer.
Nordchina kann im Winter sehr kalt und trocken sein. Südchina bleibt milder, erhält aber je nach Region stärkere Niederschläge. In Shanghai, Hangzhou und Guilin ist der Sommer häufig heiß und schwül.
Rund um das chinesische Neujahrsfest und die Feiertagswoche Anfang Oktober sind Züge, Sehenswürdigkeiten und Unterkünfte besonders stark ausgelastet. Diese Zeiten eignen sich nur bedingt für eine erste individuelle Rundreise. Regionale Feiertage und Ferien sollten vor der Buchung geprüft werden.
Empfohlene Aufenthaltsdauer und Reiserouten
Zehn bis zwölf Tage reichen für Peking, Xi’an und Shanghai. Dabei sollten mindestens vier Nächte in Peking, zwei bis drei Nächte in Xi’an und drei bis vier Nächte in Shanghai eingeplant werden.
Für eine Reise von zwei bis drei Wochen kann Chengdu, Guilin oder Zhangjiajie ergänzt werden. Peking, Xi’an, Chengdu und Shanghai ergeben eine kultur- und städteorientierte Route. Peking, Shanghai, Guilin und Yangshuo verbinden Metropolen mit südchinesischer Landschaft.
Drei bis vier Wochen ermöglichen eine deutlich ruhigere Reise mit Suzhou, Hangzhou oder Yunnan. China sollte nicht allein nach der Zahl besuchter Orte geplant werden. Weniger Stationen und mehrere Nächte pro Standort schaffen mehr Raum für Märkte, Parks, lokale Viertel und spontane Entdeckungen.
Einreise und praktische Vorbereitung
Für deutsche Staatsangehörige mit gewöhnlichem Reisepass gilt derzeit eine befristete visumfreie Einreise für touristische und weitere zugelassene Kurzaufenthalte. Nach der aktuellen Mitteilung des chinesischen Visazentrums in Berlin läuft diese Regelung bis zum 31. Dezember 2026. Da Einreisebestimmungen kurzfristig angepasst werden können, sollten sie unmittelbar vor der Buchung und erneut vor dem Abflug über offizielle Stellen geprüft werden.
Daneben existiert für berechtigte Staatsangehörige eine visumfreie Transitregelung von bis zu 240 Stunden, sofern die Einreise über einen zugelassenen Grenzübergang erfolgt und die Weiterreise in ein Drittland oder eine andere Region nachgewiesen wird. Diese Transitregel ist nicht mit einer gewöhnlichen Hin- und Rückreise zwischen Deutschland und China gleichzusetzen.
Hotels sollten darauf geprüft werden, ob sie ausländische Gäste registrieren können. Der Reisepass wird für Hotelanmeldungen, Bahnfahrten und verschiedene Reservierungen benötigt und sollte unterwegs sicher aufbewahrt werden.
Bezahlen, Apps und digitale Reiseorganisation
Mobile Zahlungen spielen in China eine zentrale Rolle. Alipay und WeChat Pay ermöglichen ausländischen Reisenden inzwischen die Verknüpfung geeigneter internationaler Kreditkarten. Bankkarten und Bargeld bleiben grundsätzlich nutzbar, werden in kleineren Geschäften jedoch nicht immer gleich bequem akzeptiert.
Es ist sinnvoll, mindestens eine Zahlungs-App vor der Abreise einzurichten und zusätzlich etwas Bargeld sowie eine zweite Karte mitzuführen. Die Schreibweise von Namen und Passdaten sollte exakt mit den Reisedokumenten übereinstimmen.
Übersetzungs- und Kartenfunktionen sollten möglichst vor der Reise eingerichtet werden. Adressen sind in chinesischer Schrift hilfreicher als ausschließlich in lateinischer Umschrift. Für Hotels, Bahnhöfe und Sehenswürdigkeiten empfiehlt es sich, Namen und Anschriften als Screenshot zu speichern.
Bahnverkehr und Mobilität
Hochgeschwindigkeitszüge verbinden zahlreiche Metropolen und sind für klassische Rundreisen häufig praktischer als Inlandsflüge. Peking, Xi’an, Shanghai, Chengdu, Hangzhou und viele weitere Städte sind in das schnelle Bahnnetz eingebunden.
Fahrkarten werden personenbezogen verkauft. Ausländische Reisende können Tickets mit einem gültigen Reisepass über die offizielle Plattform 12306, an Bahnhöfen oder über zugelassene Verkaufsstellen erwerben. Der bei der Buchung verwendete Reisepass dient beim Zugang zum Bahnhof und beim Einsteigen als Identitätsnachweis.
Große Bahnhöfe ähneln Flughäfen und besitzen Sicherheitskontrollen, Wartehallen und festgelegte Boardingzeiten. Eine frühe Ankunft ist besonders bei der ersten Fahrt sinnvoll.
In Metropolen sind U-Bahnen meist das schnellste Verkehrsmittel. Viele Städte besitzen moderne, umfangreiche Netze. Taxis und Fahrdienste ergänzen das Angebot, während ein selbst gesteuerter Mietwagen für eine erste China-Reise kaum erforderlich ist.
Aktuelle Reiseführer und passende Bücher für China
Für eine erste Rundreise eignet sich ein ausführlicher China Reiseführer mit regionaler Gliederung, Bahninformationen, Karten und realistischen Routenvorschlägen. Er sollte Peking, Xi’an und Shanghai detailliert behandeln und zusätzliche Kapitel zu Chengdu, Guilin, Zhangjiajie und Yunnan enthalten.
Bei einer kürzeren Reise sind kompakte Stadtführer für Peking und Shanghai häufig praktischer. Kulturinteressierte profitieren von Büchern über chinesische Kaiserreiche, buddhistische Kunst, klassische Gärten und die Geschichte der Seidenstraße.
Für Naturreisen sind spezielle Regionalführer zu Yunnan, Guangxi, Sichuan oder Zhangjiajie sinnvoll. Gute Karten und chinesische Schreibweisen von Ortsnamen sind dabei wichtiger als umfangreiche Restaurantlisten.
Kulinarische Reiseführer können die regionalen Küchen verständlicher erklären. Sie helfen, Unterschiede zwischen Sichuan, Guangdong, Nordchina, Shanghai und Yunnan zu erkennen und Gerichte gezielter auszuwählen.
Fazit
China verbindet kaiserliche Paläste, historische Stadtmauern, moderne Metropolen und sehr unterschiedliche Naturlandschaften. Peking und die Große Mauer vermitteln einen Zugang zur politischen und kaiserlichen Geschichte. Xi’an steht für die Terrakotta-Armee und die alte Seidenstraße, während Shanghai das moderne, international geprägte China zeigt.
Chengdu bietet Sichuan-Küche, Teekultur und Ausflüge zu bedeutenden buddhistischen Orten. Zhangjiajie, Guilin und Yangshuo erschließen spektakuläre Berg- und Karstlandschaften. Yunnan eignet sich für Reisende, die mehr Zeit besitzen und kulturelle Vielfalt mit Seen, Bergen und historischen Orten verbinden möchten.
Für eine erste Reise sind zwei bis drei Wochen besonders ausgewogen. Ein umfassender Landesführer hilft bei der Auswahl einer realistischen Route. Stadtführer, Kulturführer und regionale Karten bieten zusätzliche Tiefe, wenn einzelne Regionen intensiver erkundet werden sollen.
- Fülling, Oliver (Author)
- Schütte, Dr. Hans-Wilm (Author)
- Häring, Volker (Author)
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