Rumänien ist eines der spannendsten Campingländer Osteuropas. Das Land verbindet wilde Karpaten, mittelalterliche Städte, Dörfer mit Holztoren, Burgen, Schluchten, Thermalorte, Seen, die Schwarzmeerküste und das Donaudelta. Wer mit Wohnmobil, Campervan, Dachzelt oder Zelt reist, bekommt hier ein anderes Campinggefühl als in Italien, Kroatien oder Österreich: weniger standardisiert, oft günstiger, teilweise ursprünglicher und landschaftlich überraschend vielseitig.
Für Camper ist Rumänien besonders interessant, weil es nicht nur ein Transitland Richtung Bulgarien, Griechenland oder Türkei ist. Die Karpaten, Siebenbürgen, Maramureș, Bukowina, Transfăgărășan, Transalpina, Donaudelta und Schwarzmeerküste ergeben eine vollwertige Rundreise. Gleichzeitig braucht Camping in Rumänien etwas mehr Vorbereitung als in klassischen Campingländern. Die Straßen können je nach Region sehr unterschiedlich sein, Bären sind in den Karpaten ein reales Thema, und in Schutzgebieten gelten klare Einschränkungen.
Rumänien ist ein Land für Reisende, die Natur mögen, aber nicht jeden Abend Luxuscamping erwarten. Es gibt schöne Campingplätze, kleine Bauernhofstellplätze, einfache Wohnmobilplätze, Plätze an Flüssen und Seen sowie naturnahe Übernachtungsmöglichkeiten. Wer flexibel bleibt, respektvoll mit Natur und Menschen umgeht und nicht einfach überall freisteht, entdeckt eines der abwechslungsreichsten Campingziele Europas.
Camping in Rumänien im Überblick
Rumänien lässt sich grob in mehrere Campingregionen einteilen: Siebenbürgen im Zentrum, die Karpaten mit Transfăgărășan und Transalpina, Maramureș im Norden, Bukowina im Nordosten, das Donaudelta im Osten, die Schwarzmeerküste im Südosten und die Hauptstadtregion rund um Bukarest.
Die offizielle Rumänien-Tourismusinformation beschreibt das Land mit den Begriffen „authentic, natural and cultural“ und verweist auf Städte wie Bukarest, Brașov, Cluj, Sibiu, Sighișoara, Suceava, Timișoara und Tulcea als wichtige Reiseziele. Für Camper ist genau diese Kombination stark: historische Städte, Naturregionen und ländliche Kultur lassen sich gut auf einer Rundreise verbinden.
Im Vergleich zu Westeuropa ist Camping in Rumänien oft einfacher und direkter. Große Campingresorts sind seltener, dafür gibt es familiäre Plätze, Höfe, kleine Anlagen und Naturcamping. Wer mit Wohnmobil unterwegs ist, sollte Apps, aktuelle Bewertungen und telefonische Rückfragen nutzen, weil Öffnungszeiten, Zufahrten und Ausstattung nicht immer perfekt dokumentiert sind.
Siebenbürgen – Brașov, Sibiu, Sighișoara und Camping zwischen Städten
Siebenbürgen ist die beste Region für eine erste Rumänien-Campingreise. Die Entfernungen sind überschaubar, die Landschaft ist schön, die historischen Städte sind stark, und es gibt genug Campingmöglichkeiten in der Nähe von Brașov, Sibiu, Sighișoara, Râșnov oder Făgăraș.
Brașov ist einer der praktischsten Ausgangspunkte. Die Stadt liegt am Rand der Karpaten und verbindet Altstadt, Schwarze Kirche, Stadtmauern, Bergblick und Nähe zu Bran, Râșnov und Piatra Craiului. Für Camper ist die Umgebung interessanter als das Zentrum selbst, weil man mit Wohnmobil oder Gespann besser außerhalb steht und die Stadt per Taxi, Bus oder Tagesausflug besucht.
Sibiu ist ebenfalls ideal für Campingreisende. Die Stadt besitzt eine sehr schöne Altstadt, Plätze, Cafés, Museen und Nähe zur Transfăgărășan-Route. Sighișoara ist kleiner, aber besonders atmosphärisch. Die historische Altstadt gehört zum UNESCO-Welterbe und eignet sich gut als kurzer Kulturstopp auf einer Rundreise durch Siebenbürgen. Rumänien listet mehrere UNESCO-Orte, darunter mittelalterliche Städte, befestigte Kirchen, Klöster, Holzkirchen und dakische Ruinen.
Transfăgărășan – spektakuläre Passstraße für Camper
Die Transfăgărășan ist eine der bekanntesten Straßen Europas und für viele Camper ein Höhepunkt jeder Rumänienreise. Die Straße überquert die Făgăraș-Berge, führt an Stauseen, Serpentinen, Wasserfällen und Hochgebirgslandschaften vorbei und erreicht in der Nähe des Bâlea-Sees eine besonders spektakuläre alpine Zone.
Die offizielle Rumänien-Tourismusseite beschreibt die Transfăgărășan als „Road to the Sky“ beziehungsweise „Road to the Clouds“ und weist darauf hin, dass sie durch die höchsten Gebirgsbereiche der Făgăraș-Berge führt.
Für Wohnmobile gilt: Die Straße ist machbar, aber man sollte Zeit, Wetter und Fahrzeuggröße ernst nehmen. Kurven, Steigungen, enge Stellen, viele Touristen und gelegentliche Tierbegegnungen machen die Strecke anstrengender als eine normale Landstraße. Besonders wichtig: Die Straße ist im Winter und bei schlechten Bedingungen oft geschlossen oder nur teilweise befahrbar. Rumänien-Tourismus weist darauf hin, dass die Transfăgărășan in der Regel bei winterlichen oder gefährlichen Bedingungen geschlossen wird und kurzfristige Schließungen möglich sind.
Transalpina – hoch, rau und weniger touristisch
Die Transalpina ist eine weitere spektakuläre Karpatenstraße und für viele Camper sogar schöner als die Transfăgărășan, weil sie sich offener und weniger dramatisch über Hochflächen zieht. Sie verbindet die Region um Săliște beziehungsweise Sebeș mit Novaci und erreicht am Urdele-Pass über 2.100 Meter Höhe.
Die Rumänien-Tourismusinformation nennt für die Transalpina eine Strecke von 139 Kilometern und einen höchsten Punkt von 2.145 Metern am Urdele-Pass.
Für Campingrouten eignet sich die Transalpina gut als Verbindung zwischen Siebenbürgen, Oltenien und den südlichen Karpaten. Große Wohnmobile sollten die Route nur bei gutem Wetter und mit sicherem Fahrgefühl wählen. Auch hier gilt: In der kalten Jahreszeit oder bei schlechtem Wetter können Abschnitte geschlossen sein. Für Zeltcamper sind die Nächte in der Höhe auch im Sommer kühl.
Piatra Craiului, Bucegi und Făgăraș – Camping in den Karpaten
Die Karpaten sind das Herz des Naturcampings in Rumänien. Besonders bekannt sind Piatra Craiului, Bucegi, Făgăraș, Retezat, Apuseni und Rodna. Hier findet man Wanderwege, Hütten, Schluchten, alpine Wiesen, Wälder, Karstlandschaften und dramatische Aussichten.
Wer mit Zelt unterwegs ist, sollte die Regeln der jeweiligen Schutzgebiete genau prüfen. In Nationalparks ist Camping meist nur auf ausgewiesenen Flächen erlaubt. Die Regeln des Piatra-Craiului-Nationalparks nennen ausdrücklich, dass Camping nur in spezialisierten Campingbereichen oder an von der Parkverwaltung markierten Orten erlaubt ist; Biwakieren ist nur im Notfall und ohne Feuer gestattet.
Für Wohnmobile sind die Karpaten wunderschön, aber nicht jede Straße und nicht jeder Parkplatz ist geeignet. Viele Zufahrten sind schmal, steil oder unbefestigt. Kleine Campervans sind deutlich flexibler als große Wohnmobile. Wer in Bergnähe übernachten möchte, sollte lieber offizielle Campingplätze, Hüttenparkplätze mit Erlaubnis oder private Stellplätze nutzen.
Bären in Rumänien – wichtig für Camper
Rumänien hat eine große freilebende Braunbärenpopulation, besonders in den Karpaten. Das ist faszinierend, aber für Camper ein ernstes Sicherheitsthema. Das Auswärtige Amt weist darauf hin, dass Bären in den Karpaten auch in bewohnte Gebiete, Ortschaften und an Landstraßen kommen, unter anderem an der Transfăgărășan, und dass es schwere, teils tödliche Angriffe auf Passanten und Wanderer gegeben hat.
Für Camper bedeutet das: Lebensmittel niemals draußen lagern, Müll nicht am Stellplatz lassen, nicht im Vorzelt kochen, Essensreste sofort sicher entsorgen und Bären niemals füttern oder fotografisch bedrängen. Wenn an Straßen Bären auftauchen, bleibt man im Fahrzeug, fährt langsam weiter und hält nicht für Selfies an. Rumänien-Tourismus warnt im Zusammenhang mit der Transfăgărășan ebenfalls vor Braunbären und rät, Abstand zu halten und Tiere nicht zu füttern oder zu verfolgen.
Zeltcamping in Bärenregionen erfordert zusätzliche Vorsicht. Nahrung, Kosmetik, Müll und stark riechende Gegenstände gehören nicht ins Zelt. In Nationalparks und hochfrequentierten Gebieten ist ein offizieller Campingplatz oder eine Hütte oft die bessere Wahl.
Wildcamping und Freistehen in Rumänien
Wildcamping in Rumänien wird oft als sehr frei dargestellt. In der Praxis ist es differenzierter. Außerhalb geschützter Gebiete wird naturnahes Übernachten vielerorts toleriert, aber es ist kein grenzenloses Recht wie in Schweden oder Norwegen. Private Grundstücke, Nationalparks, Naturreservate, Wälder mit Verbotsschildern, touristische Hotspots und das Donaudelta sollte man nicht einfach als freie Campingfläche betrachten.
Mehrere aktuelle Campingquellen beschreiben Rumänien als Land, in dem Wildcamping außerhalb geschützter Gebiete häufig geduldet wird, während es in Nationalparks, Naturreservaten und auf privatem Land ohne Zustimmung problematisch beziehungsweise verboten ist.
Die beste Praxis lautet: klein, sauber, leise, nur eine Nacht, keine Spuren, kein Feuer auf dem Boden, kein Müll, keine Markise und keine Campingmöbel an öffentlichen Orten. Im Zweifel fragt man Einheimische, Bauernhöfe, Pensionen oder Campingplätze. Gerade in Rumänien öffnen freundliche Gastgeber oft eher Türen, als dass man irgendwo heimlich stehen muss.
Donaudelta – Camping nur mit Respekt und Regeln
Das Donaudelta ist einer der außergewöhnlichsten Naturräume Europas. Die Donau bildet vor dem Schwarzen Meer ein riesiges Netz aus Kanälen, Seen, Schilf, Sümpfen, Auwäldern und Inseln. Rumänien-Tourismus beschreibt das Delta als zweitgrößtes und am besten erhaltenes Delta Europas, mit etwa 2.200 Quadratmeilen aus Flüssen, Kanälen, Marschen, Seen und Schilfinseln sowie als Paradies für Vogelbeobachter.
Für Camper ist das Donaudelta aber kein normaler Freistehraum. In der Biosphärenreserve gelten Schutzregeln, und Zelten ist nur in autorisierten Bereichen sinnvoll. Eine Campinginformation mit Bezug auf die Danube Delta Biosphere Reserve Administration weist darauf hin, dass Zelte im Reservat grundsätzlich nur in autorisierten, entsprechend ausgestatteten Campingbereichen erlaubt sind.
Praktische Basisorte sind Tulcea, Murighiol, Crișan, Sfântu Gheorghe oder Sulina. Viele Reisende lassen ihr Wohnmobil an einem legalen Platz stehen und unternehmen Bootstouren ins Delta. Das ist entspannter und umweltfreundlicher als der Versuch, mit Fahrzeug oder Zelt in sensible Bereiche vorzudringen.
Maramureș – Holzkirchen, Dörfer und ländliches Camping
Maramureș im Norden Rumäniens ist eine der schönsten Regionen für langsames Camping. Holzkirchen, Holztore, Dörfer, Wiesen, kleine Bauernhöfe, Pferdefuhrwerke und eine starke regionale Identität prägen das Bild. Die Holzkirchen von Maramureș gehören zum UNESCO-Welterbe; die UNESCO beschreibt sie als herausragende Beispiele traditioneller religiöser Holzarchitektur mit orthodoxen und gotischen Einflüssen.
Für Campingreisende ist Maramureș ideal, wenn man nicht nur große Sehenswürdigkeiten, sondern Alltag und Landschaft erleben möchte. Viele Plätze sind klein und familiär. Bauernhofstellplätze, Pensionen mit Garten und einfache Camps passen gut zur Region.
Besonders schön sind Orte wie Breb, Botiza, Bârsana, Sighetu Marmației und die Täler rund um die Holzkirchen. Straßen können schmal und ländlich sein, aber die Landschaft entschädigt. Wer mit großem Wohnmobil reist, sollte vorher prüfen, ob Zufahrt und Stellfläche passen.
Bukowina und Moldauklöster
Die Bukowina im Nordosten Rumäniens ist bekannt für die bemalten Klöster von Moldau. Voroneț, Sucevița, Moldovița, Humor und weitere Klöster gehören zu den wichtigsten Kulturzielen des Landes. Für Camper ist die Region eine schöne Kombination aus Kultur, Hügeln, Dörfern und ruhigerem Reisen.
Die Region ist etwas abgelegener als Siebenbürgen, lohnt sich aber besonders für Reisende, die Rumänien umfassender erleben möchten. Campingplätze und Stellmöglichkeiten sind weniger dicht verteilt als in touristischeren Regionen, daher lohnt sich Planung.
Eine gute Route verbindet Maramureș, Bukowina und dann über die Ostkarpaten zurück Richtung Siebenbürgen oder weiter zum Donaudelta. So entsteht eine abwechslungsreiche Nord- und Ostrumänienroute.
Apuseni-Gebirge – Höhlen, Dörfer und ruhige Natur
Das Apuseni-Gebirge liegt westlich von Cluj-Napoca und ist eine sehr gute Campingregion für Natur, Höhlen, kleine Dörfer und entspannte Berglandschaften. Im Vergleich zu Făgăraș oder Bucegi wirkt Apuseni sanfter, aber sehr abwechslungsreich.
Zu den bekannten Zielen gehören die Scărișoara-Eishöhle, Bärenhöhle, Schluchten, Karstgebiete, Wanderwege und traditionelle Dörfer. Für Camper ist Apuseni angenehm, weil die Region weniger überlaufen ist als die Top-Spots rund um Bran oder Transfăgărășan.
Auch hier gilt: In Schutzgebieten Regeln beachten, nicht auf Privatwiesen fahren und bei unbefestigten Wegen vorsichtig sein. Nach Regen können Nebenstraßen schlammig werden.
Schwarzmeerküste – Camping am Meer
Rumäniens Schwarzmeerküste ist für Camping weniger bekannt als Kroatien oder Bulgarien, kann aber eine schöne Ergänzung sein. Constanța, Mamaia, Vama Veche, 2 Mai, Eforie und kleinere Küstenorte bieten Badeurlaub, Strand, einfache Plätze und Sommeratmosphäre.
Mamaia ist stark touristisch und bebaut. Vama Veche hat traditionell einen alternativeren, jüngeren Charakter. Für Familien können ruhigere Orte oder Campingplätze etwas abseits angenehmer sein.
Die Schwarzmeerküste eignet sich besonders gut als Abschluss nach Siebenbürgen und Donaudelta. Wer Badeurlaub erwartet, sollte wissen: Die Infrastruktur ist regional unterschiedlich, und manche Orte sind in der Hochsaison sehr laut und voll.
Bukarest und Stadtcamping
Bukarest wird von Campern oft ausgelassen, kann aber ein spannender Stopp sein. Die Hauptstadt ist groß, laut, widersprüchlich und kulturell interessant. Parlamentspalast, Altstadt, Parks, Märkte, Museen und Cafés geben einen anderen Eindruck als die Karpatenregionen.
Mit Wohnmobil oder Gespann fährt man nicht entspannt ins Zentrum. Besser ist ein Campingplatz oder Stellplatz am Stadtrand, kombiniert mit Taxi, Metro oder Fahrdienst. Gerade große Fahrzeuge sollten sichere Parkmöglichkeiten nutzen und keine Wertsachen sichtbar liegen lassen.
Bukarest eignet sich gut als Start oder Ende einer Rundreise, besonders bei Anreise per Flug und Mietcamper.
Straßen, Maut und Rovinieta
Wer mit Auto, Campervan oder Wohnmobil in Rumänien fährt, braucht für das nationale Straßennetz eine Rovinieta, also eine elektronische Vignette. CNAIR ist die nationale Straßeninfrastrukturverwaltung; die Rovinieta kann über offizielle beziehungsweise autorisierte Kanäle gekauft und geprüft werden. Die rumänische Vignettenregelung gilt für rumänische und ausländische Nutzer und richtet sich nach Fahrzeugkategorie und Gültigkeitsdauer.
Für Camper ist wichtig, die richtige Fahrzeugkategorie zu wählen. Pkw, Transporter, Wohnmobile und schwerere Fahrzeuge können unterschiedlich eingestuft werden. Nach dem Kauf sollte man Kennzeichen und Gültigkeitszeitraum kontrollieren.
Die Straßenqualität ist sehr unterschiedlich. Autobahnen und Hauptstraßen sind meist gut, ländliche Straßen können Schlaglöcher, Tiere, langsame Fahrzeuge, unübersichtliche Überholmanöver und schlechte Beleuchtung haben. Für Bergpässe gilt: langsam fahren, Bremsen schonen, Wetter prüfen und nicht zu lange Tagesetappen planen.
Einreise, Dokumente und Geld
Rumänien gehört zur Europäischen Union und zum Schengenraum. Deutsche Staatsangehörige können mit Reisepass, vorläufigem Reisepass, Personalausweis, vorläufigem Personalausweis oder Kinderreisepass einreisen. Das Auswärtige Amt führt diese Dokumente ausdrücklich als gültige Reisedokumente auf.
Die Währung ist der rumänische Leu. Kartenzahlung ist in Städten, Supermärkten und Tankstellen weit verbreitet, aber für Campingplätze, kleine Orte, Bauernhöfe, Märkte, Parkplätze oder lokale Anbieter ist Bargeld wichtig.
Für Haustiere gelten die EU-Regeln mit Heimtierausweis, Mikrochip und gültiger Tollwutimpfung. Wer mit Hund campt, sollte in den Bergen zusätzlich an Hirtenhunde denken. In Rumänien können Herdenschutzhunde sehr selbstbewusst auftreten. Abstand zu Herden, ruhiges Verhalten und Anleinen sind wichtig.
Beste Reisezeit für Camping in Rumänien
Die beste Reisezeit für Camping in Rumänien liegt meist zwischen Mai und Oktober. Mai, Juni, September und Anfang Oktober sind besonders angenehm für Roadtrips, Siebenbürgen, Maramureș, Bukowina und Städte. Dann ist es meist warm genug, aber nicht so heiß wie im Hochsommer.
Juli und August eignen sich für Karpaten, hohe Straßen, Seen und Schwarzmeerküste, können aber in Städten und tieferen Lagen heiß werden. In beliebten Regionen wie Transfăgărășan, Bran, Brașov und am Meer wird es voller.
Für Hochgebirge und Passstraßen ist der Sommer am sichersten. Transfăgărășan und Transalpina sind außerhalb der warmen Saison oft gesperrt oder wetterabhängig. Im Donaudelta sind Frühling und Frühsommer für Vogelbeobachtung besonders interessant, der Hochsommer kann heiß und mückenreich sein.
Routenvorschlag für zwei bis drei Wochen
Eine gute erste Campingroute beginnt im Westen oder Nordwesten, etwa über Ungarn. Von dort geht es nach Timișoara oder Oradea, weiter nach Cluj-Napoca und ins Apuseni-Gebirge. Danach folgen Maramureș und Bukowina, anschließend Siebenbürgen mit Sighișoara, Brașov und Sibiu.
Von Sibiu bietet sich die Transfăgărășan oder Transalpina an, sofern geöffnet. Danach kann man Richtung Bukarest, Donaudelta und Schwarzmeerküste weiterfahren. Wer weniger Zeit hat, konzentriert sich besser auf Siebenbürgen, Transfăgărășan, Brașov, Sibiu und Apuseni.
Eine sinnvolle 14-Tage-Route könnte so aussehen:
- Oradea oder Timișoara als Einstieg
- Apuseni-Gebirge mit Höhlen und Natur
- Cluj-Napoca und Umgebung
- Maramureș mit Holzkirchen und Dörfern
- Sighișoara und Kirchenburgen
- Brașov, Bran, Râșnov und Piatra Craiului
- Sibiu und Transfăgărășan
- Optional Bukarest oder Donaudelta
Aktuelle Camping-Reiseführer für Rumänien
Ein guter Camping-Reiseführer für Rumänien sollte nicht nur Sehenswürdigkeiten beschreiben, sondern praktische Fragen ehrlich beantworten. Besonders hilfreich sind:
- Karten mit Campingplätzen, Stellplätzen und Routen
- Hinweise zu Wildcamping und Schutzgebieten
- Informationen zu Bären und Verhalten in den Karpaten
- Routen für Transfăgărășan und Transalpina
- Tipps zu Siebenbürgen, Maramureș und Bukowina
- Hinweise zum Donaudelta und erlaubten Campingbereichen
- Informationen zur Rovinieta und Fahrzeugkategorien
- Empfehlungen zu Straßenqualität und Tagesetappen
- Tipps für Camping mit Hund
- Offlinekarten, Notfalltipps und aktuelle Platzbewertungen
Auf Reisekugel lassen sich Rumänien-Reiseführer, Balkan-Campingführer, Wohnmobilführer und spezielle Karpatenführer vergleichen. Für eine erste Reise ist ein aktueller Camping- oder Wohnmobilführer besonders sinnvoll, weil viele kleine Plätze nicht so dauerhaft dokumentiert sind wie in Westeuropa.
Fazit zum Camping-Reiseführer Rumänien
Rumänien ist ein außergewöhnlich gutes Campingland für alle, die Natur, Berge, Kultur und ursprüngliche Roadtrips mögen. Siebenbürgen bietet Städte wie Brașov, Sibiu und Sighișoara. Die Karpaten liefern Pässe, Wälder, Wanderungen und spektakuläre Straßen. Maramureș und Bukowina zeigen ländliche Kultur, Holzkirchen und Klöster. Das Donaudelta ist ein Naturraum von europäischer Bedeutung, sollte aber nur mit Respekt für Schutzregeln besucht werden.
Camping in Rumänien ist freier und ursprünglicher als in vielen westeuropäischen Ländern, aber nicht regellos. In Nationalparks, Schutzgebieten und im Donaudelta sollte man nur ausgewiesene oder erlaubte Plätze nutzen. In den Karpaten sind Bären ein ernstes Thema, besonders beim Zelten und Freistehen.
Wer Rumänien mit guter Vorbereitung, genug Zeit und Respekt bereist, bekommt ein Campingziel voller Kontraste: mittelalterliche Städte, wilde Berge, offene Landschaften, einfache Stellplätze, gastfreundliche Dörfer und Roadtrip-Momente, die noch nicht nach Massentourismus aussehen.
- Benkő, Béla (Author)
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