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Jordanien Reiseführer: Petra, Wadi Rum und Totes Meer - 2026

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Jordanien verbindet einige der bedeutendsten archäologischen Stätten des Nahen Ostens mit Wüstenlandschaften, tief eingeschnittenen Schluchten, biblischen Erinnerungsorten und dem Roten Meer. Die Hauptstadt Amman bildet den urbanen Ausgangspunkt, während Petra, Wadi Rum und das Tote Meer die bekanntesten Stationen einer klassischen Rundreise darstellen. Jerash, Madaba, der Berg Nebo, Karak, Dana und Aqaba ergänzen das Land um römische Ruinen, Mosaikkunst, Kreuzfahrerburgen, Naturschutzgebiete und Möglichkeiten zum Baden oder Tauchen.

Das Land ist vergleichsweise kompakt, dennoch unterscheiden sich seine Regionen deutlich. Im Norden liegen fruchtbarere Hügellandschaften, Olivenhaine und antike Städte. Die Mitte wird von Amman, Madaba, dem Jordangraben und dem Toten Meer geprägt. Im Süden folgen die Felsenstadt Petra, die Berglandschaften von Dana, die Wüste Wadi Rum und die Küstenstadt Aqaba.

Ein Jordanien Reiseführer sollte nicht nur die berühmte Fassade des Schatzhauses von Petra zeigen. Die Geschichte der Nabatäer, römische Städte, religiöse Pilgerorte, beduinische Kultur und moderne jordanische Gesellschaft gehören ebenfalls zum Verständnis des Landes. Auch die praktische Reiseplanung verdient Aufmerksamkeit, da Hitze, Höhenunterschiede, lange Besichtigungstage und regionale Sicherheitsentwicklungen den Ablauf beeinflussen können.

Für eine erste Rundreise sind zehn bis vierzehn Tage sinnvoll. Eine Woche reicht für Amman, Petra, Wadi Rum und das Tote Meer, führt jedoch zu einem relativ dichten Programm. Zwei Wochen ermöglichen zusätzlich Jerash, Madaba, Dana, Aqaba und mehrere ruhigere Zwischenstopps.

Die gegenwärtige Lage erfordert allerdings besondere Vorsicht: Das Auswärtige Amt rät aktuell wegen der volatilen regionalen Sicherheitslage dringend von Reisen nach Jordanien ab. Einschränkungen des Flugverkehrs und kurzfristige Verschärfungen können nicht ausgeschlossen werden. Die folgenden Abschnitte dienen daher zugleich als kulturhistorischer Überblick und als Grundlage für eine spätere Reiseplanung, sobald sich die Situation verlässlich stabilisiert hat.

Warum Jordanien als Reiseziel besonders interessant ist

Jordanien lag über Jahrtausende an wichtigen Verbindungen zwischen Arabien, Ägypten, Syrien und dem Mittelmeerraum. Nabatäer, Römer, Byzantiner, frühe islamische Dynastien, Kreuzfahrer und Osmanen hinterließen Bauwerke und historische Spuren. Diese Epochen lassen sich innerhalb einer relativ kompakten Rundreise miteinander verbinden.

Petra war ein bedeutender Knotenpunkt des Karawanenhandels. Jerash bewahrt eine großflächige römische Stadtanlage. Madaba ist für byzantinische Mosaike bekannt, während die Wüstenschlösser östlich von Amman frühislamische Architektur zeigen. Wadi Rum verbindet Naturgeschichte mit jahrtausendealten Inschriften und Felszeichnungen. Jordanien besitzt inzwischen sieben UNESCO-Welterbestätten, darunter Petra, Wadi Rum, die Taufstätte Al-Maghtas, Umm ar-Rasas, Quseir Amra, As-Salt und Umm al-Jimal.

Die Landschaft ist ebenso abwechslungsreich. Das Tote Meer liegt tief im Jordangraben, während Amman auf mehreren Hügeln errichtet wurde. Petra befindet sich in einer zerklüfteten Gebirgslandschaft, und Wadi Rum wird von Sandflächen, Felstürmen, Schluchten und natürlichen Steinbögen geprägt. Im äußersten Süden besitzt Jordanien bei Aqaba einen kurzen Zugang zum Roten Meer.

Amman zwischen Zitadelle und moderner Hauptstadt

Amman ist eine weitläufige Stadt, die sich über zahlreiche Hügel erstreckt. Dichte Wohnviertel, moderne Einkaufsstraßen, traditionelle Märkte und archäologische Stätten liegen oft nur wenige Kilometer voneinander entfernt, können aufgrund des Verkehrs aber längere Fahrzeiten erfordern.

Die Zitadelle, Jabal al-Qal’a, erhebt sich über dem historischen Zentrum. Dort befinden sich Reste aus unterschiedlichen Epochen, darunter der römische Herkulestempel, byzantinische Kirchenruinen und der Umayyadenpalast. Von der Anhöhe öffnet sich ein weiter Blick über das Häusermeer der Hauptstadt.

Unterhalb der Zitadelle steht das römische Theater, das in einen Hang gebaut wurde. Die Umgebung gehört zu den älteren Geschäftsbereichen Ammans. In Downtown, häufig Al-Balad genannt, liegen Märkte, kleine Restaurants, Bäckereien und Geschäfte für Gewürze, Kleidung und Haushaltswaren.

Die Rainbow Street und die umliegenden Viertel bieten Cafés, Galerien und Restaurants. Jabal al-Weibdeh ist für Kulturorte, ältere Wohnhäuser und eine ruhigere Atmosphäre bekannt. Für Amman sind zwei bis drei Tage sinnvoll, besonders wenn die Stadt als Ausgangspunkt für Jerash oder die Wüstenschlösser genutzt wird.

Jerash und die römische Vergangenheit

Jerash liegt nördlich von Amman und gehört zu den umfangreichsten erhaltenen römischen Stadtanlagen der Region. Säulenstraßen, Tempel, Theater, Stadttore und Plätze vermitteln einen anschaulichen Eindruck von Stadtplanung und öffentlichem Leben in der Antike.

Besonders auffällig ist das ovale Forum, das von einer fast geschlossenen Säulenreihe umgeben wird. Von dort führt die Cardo Maximus durch die historische Stadt. Wagenrillen, Brunnen und seitliche Gebäude machen deutlich, dass Jerash weit mehr als eine Ansammlung einzelner Monumente ist.

Für den Rundgang sollten mindestens drei Stunden eingeplant werden. Das Gelände ist groß, schattenarm und teilweise uneben. Im Sommer sind ein früher Beginn, Wasser und Sonnenschutz besonders wichtig.

Jerash lässt sich mit Ajloun verbinden. Die dortige mittelalterliche Burg steht auf einem bewaldeten Höhenzug und kontrollierte historische Verkehrswege. Eine weitere mögliche Station ist Umm Qais, das antike Gadara, mit Blicken über das Jordantal und den See Genezareth. Jerash gehört auch zum offiziellen touristischen Kernangebot Jordaniens.

Madaba, Berg Nebo und die Mosaikkunst

Madaba liegt südwestlich von Amman und ist besonders für seine byzantinischen und frühislamischen Mosaike bekannt. In der griechisch-orthodoxen St.-Georgs-Kirche befindet sich ein historisches Mosaik mit einer kartografischen Darstellung des Heiligen Landes.

Weitere Mosaike sind in Kirchen, archäologischen Parks und kleineren Sammlungen zu sehen. Die Stadt eignet sich als Zwischenstopp auf dem Weg zum Toten Meer oder als ruhigerer Unterkunftsstandort außerhalb Ammans.

Westlich von Madaba liegt der Berg Nebo. Nach biblischer Überlieferung soll Moses von dort auf das verheißene Land geblickt haben. Eine moderne Kirche schützt historische Mosaikböden und archäologische Reste. Bei klarer Sicht reicht der Blick über das Jordantal bis in weit entfernte Landschaften.

Madaba und Berg Nebo lassen sich an einem halben bis ganzen Tag miteinander verbinden. Wer zusätzlich die Taufstätte am Jordan besuchen möchte, sollte einen weiteren Zeitblock vorsehen.

Taufstätte Al-Maghtas

Al-Maghtas, auch Bethany Beyond the Jordan genannt, liegt am östlichen Ufer des Jordan nördlich des Toten Meeres. Die archäologische Stätte wird traditionell mit der Taufe Jesu durch Johannes den Täufer verbunden.

Zum Gelände gehören Tell al-Kharrar, Kirchenreste, Taufbecken und Bereiche nahe dem heutigen Flusslauf. Der Ort besitzt für verschiedene christliche Konfessionen eine hohe religiöse Bedeutung und gehört zum UNESCO-Welterbe.

Besichtigungen erfolgen innerhalb geregelter Besucherwege. Die Nähe zu einer sensiblen Grenzregion bedeutet, dass aktuelle Öffnungszeiten, Zugangsvorschriften und Sicherheitsregelungen besonders sorgfältig geprüft werden müssen.

Das Tote Meer

Das Tote Meer liegt im Jordangraben und ist für seinen sehr hohen Salzgehalt bekannt. Durch die starke Dichte des Wassers bleibt der Körper leichter an der Oberfläche. Längeres Schwimmen ist allerdings weder erforderlich noch empfehlenswert. Wasser sollte nicht in Augen, Mund oder offene Hautstellen gelangen.

Die jordanische Ostküste wird von Hotelanlagen, öffentlichen Zugängen und landschaftlich offenen Abschnitten geprägt. Ein Aufenthalt in einer Unterkunft mit gepflegtem Strandzugang und Süßwasserduschen ist häufig angenehmer als ein spontaner Halt an einer unerschlossenen Stelle.

Die offizielle Tourismusorganisation verweist neben Hotelstränden auch auf erneuerte öffentliche Strandbereiche und eine mehrere Kilometer lange Promenade. Zugang und Ausstattung können sich verändern und sollten vor dem Besuch überprüft werden.

Ein oder zwei Übernachtungen genügen normalerweise. Das Tote Meer lässt sich mit Madaba, Berg Nebo, Al-Maghtas oder dem Wadi Mujib kombinieren.

Wadi Mujib und Canyoning

Das Wadi Mujib mündet nahe dem Toten Meer und bildet ein eindrucksvolles Schluchtensystem. Je nach Jahreszeit und Wasserstand werden verschiedene Wander- und Canyoningrouten angeboten. Einige Wege führen im Wasser durch enge Felswände und über kleine Kaskaden.

Die bekanntesten Routen sind körperlich anspruchsvoller, als die reine Streckenlänge vermuten lässt. Schwimmfähigkeit, Trittsicherheit und geeignete Kleidung sind erforderlich. Bestimmte Wege werden nur saisonal geöffnet oder verlangen einen lizenzierten Guide. Die offiziellen Gebühren- und Routenübersichten unterscheiden mehrere Trails mit verschiedenen Anforderungen.

Nach Starkregen besteht in jordanischen Wadis akute Gefahr durch Sturzfluten. Absperrungen und lokale Anweisungen müssen daher konsequent beachtet werden.

Königsstraße, Karak und historische Reiserouten

Die King’s Highway führt durch das westliche Hochland und verbindet mehrere historische Orte. Sie ist landschaftlich interessanter, aber langsamer als der moderne Desert Highway.

Eine klassische Route führt von Madaba über Aussichtspunkte, Wadi Mujib, Karak und Dana nach Petra. Die Burg von Karak wurde während der Kreuzfahrerzeit ausgebaut und später von unterschiedlichen Herrschern genutzt. Tunnel, Mauern und Gewölbe vermitteln einen Eindruck der strategischen Bedeutung.

Die direkte Strecke zwischen Amman und Petra führt über den Desert Highway und benötigt unter normalen Bedingungen ungefähr drei Stunden. Über die landschaftliche Königsstraße mit Stopps in Madaba, Karak oder Dana dauert die Fahrt wesentlich länger.

Dana-Biosphärenreservat

Dana gehört zu den wichtigsten Naturregionen Jordaniens. Das Schutzgebiet umfasst Gebirge, Schluchten und verschiedene ökologische Zonen. Wanderwege führen rund um das historische Dorf Dana, durch das Wadi Dana und in Richtung Feynan.

Die Routen unterscheiden sich erheblich. Einige kurze Wege können selbstständig begangen werden, andere sind nur saisonal oder mit lizenziertem Guide zugänglich. Offizielle Informationen nennen unter anderem Wanderungen am Rummana-Camp, durch das Wadi Ghweir und entlang der Steilhänge des Reservats.

Dana eignet sich für ein bis drei Nächte. Reisende mit Schwerpunkt auf Natur und Wandern können einen Abschnitt des Jordan Trail einbeziehen. Die Landschaft verändert sich zwischen Hochplateau, Felswänden und tieferen Wüstenzonen deutlich.

Petra und die Stadt der Nabatäer

Petra ist das bekannteste Reiseziel Jordaniens. Die frühere Karawanenstadt wurde teilweise aus dem Sandstein herausgearbeitet und teilweise frei errichtet. Sie lag an wichtigen Handelsverbindungen zwischen Arabien, Ägypten und dem östlichen Mittelmeerraum. Architektur aus lokalen und hellenistischen Traditionen verbindet sich dort zu einem eigenständigen Stadtbild.

Der klassische Zugang führt durch den Siq, eine lange und stellenweise sehr enge Felsschlucht. Am Ende erscheint die Fassade des Schatzhauses, Al-Khazneh. Dieses Monument bildet jedoch nur den Anfang der archäologischen Anlage.

Dahinter folgen Gräberfassaden, ein Theater, Säulenstraßen, Tempelbereiche und frühchristliche Kirchen. Der Aufstieg zum Kloster, Ad-Deir, führt über zahlreiche Stufen und beansprucht zusätzliche Zeit. Aussichtsrouten oberhalb des Tales bieten weitere Perspektiven, sollten aber nur auf offiziellen Wegen und möglichst mit ortskundiger Begleitung unternommen werden.

Ein voller Tag reicht für die Hauptroute, bleibt jedoch anstrengend. Zwei Tage sind deutlich angenehmer und ermöglichen das Kloster, die Königsgräber und ruhigere Nebenwege. Drei Tage eignen sich für Reisende mit besonderem Interesse an Archäologie oder längeren Wanderungen.

Wadi Musa ist der moderne Ort am Eingang von Petra. Unterkünfte nahe dem Besucherzentrum reduzieren zusätzliche Wege am Morgen. Abgelegener gelegene Hotels können ruhiger sein, erfordern aber einen Transfer.

Little Petra

Siq al-Barid, meist Little Petra genannt, liegt nördlich der Hauptanlage. Fassaden, Räume und eine schmale Schlucht erinnern in kleinerem Maßstab an Petra. Der Ort wurde vermutlich als Handels- und Rastbereich genutzt.

Little Petra eignet sich für einen halbtägigen Ausflug oder als Ergänzung vor dem eigentlichen Petra-Besuch. Wanderverbindungen zur Hauptanlage existieren, sollten jedoch mit einem qualifizierten lokalen Guide geplant werden.

Wadi Rum und die Wüste des Südens

Wadi Rum ist eine großräumige Wüstenlandschaft aus Sandflächen, hohen Felsmassiven, Schluchten, natürlichen Steinbögen und Höhlen. Das Schutzgebiet umfasst rund 74.000 Hektar und gehört wegen seiner Natur- und Kulturwerte zum UNESCO-Welterbe. Felszeichnungen, Inschriften und archäologische Spuren dokumentieren eine rund 12.000 Jahre lange menschliche Nutzung.

Die meisten Aufenthalte beginnen im Besucherzentrum oder im Dorf Wadi Rum. Von dort führen Geländewagentouren zu Felsformationen, Schluchten und Aussichtspunkten. Qualität und Umfang der Angebote unterscheiden sich stark. Eine private oder kleine Tour mit ausreichend Zeit vermittelt meist mehr als eine kurze Rundfahrt mit vielen oberflächlichen Stopps.

Eine Übernachtung in einem Wüstencamp gehört für viele Reisende zur Route. Es gibt einfache beduinisch geprägte Lager ebenso wie komfortable Anlagen mit festen Gebäuden. Bei der Auswahl sollte auf Abfallentsorgung, Wasserverbrauch, Lichtverschmutzung und eine glaubwürdige Beteiligung lokaler Gemeinschaften geachtet werden.

Mindestens eine Nacht ist sinnvoll, zwei Nächte ermöglichen einen ruhigeren Tag, eine längere Wanderung oder einen Sonnenaufgang abseits der stark frequentierten Bereiche. Petra und Wadi Rum liegen etwa anderthalb bis zwei Fahrstunden voneinander entfernt und lassen sich daher gut kombinieren.

Aqaba und das Rote Meer

Aqaba liegt am Roten Meer und ist Jordaniens wichtigste Hafen- und Küstenstadt. Die Umgebung verbindet Strände, Korallenriffe, Tauchplätze und eine moderne Ferieninfrastruktur.

Einige Riffe sind vom Ufer erreichbar, andere werden im Rahmen von Boots- oder Tauchausflügen besucht. Korallen dürfen nicht berührt oder betreten werden. Auch beim Schnorcheln sollte ausreichend Abstand zur empfindlichen Unterwasserwelt gehalten werden.

Das Stadtzentrum besitzt Märkte, Restaurants und ältere Bereiche, während südlich der Stadt größere Ferienanlagen liegen. Aqaba eignet sich besonders als Abschluss einer Rundreise nach Petra und Wadi Rum. Zwei bis vier Tage bieten Zeit für Erholung, Schnorcheln oder Tauchen. Die offizielle Tourismusseite hebt Aqaba als südlichsten Ferienort zwischen Bergen und Rotem Meer hervor.

Wüstenschlösser östlich von Amman

Östlich von Amman liegen mehrere frühislamische Anlagen, die häufig als Wüstenschlösser bezeichnet werden. Ihre Funktionen reichten von Residenzen und landwirtschaftlichen Zentren bis zu Bädern, Raststationen und militärisch genutzten Orten.

Quseir Amra ist besonders für Wandmalereien und seine gut erhaltene Badeanlage bekannt. Weitere Stationen sind Qasr Kharana und Qasr al-Azraq. Die Route lässt sich als Tagesausflug mit Fahrer oder Mietwagen organisieren.

Die Entfernungen sind nicht extrem groß, doch öffentliche Verkehrsverbindungen eignen sich kaum für eine vollständige Rundfahrt.

Jordan Trail und Wanderreisen

Der Jordan Trail durchquert das Land vom Norden bis zum Roten Meer. Die vollständige Strecke umfasst mehr als 650 Kilometer und führt durch zahlreiche Dörfer, Wälder, Wadis, Petra und Wadi Rum. Die gesamte Route ist für rund 40 Wandertage konzipiert.

Besonders bekannt ist der Abschnitt von Dana nach Petra. Mehrtägige Wanderungen verlangen jedoch gute Organisation, zuverlässige Wasserplanung, geeignete Unterkünfte und ortskundige Begleitung.

Hitze, starke Sonneneinstrahlung und große Temperaturunterschiede machen Frühling und Herbst meist geeigneter als den Hochsommer. Nach Regen können Schluchten und Wadis gefährlich werden.

Jordanische Küche

Die jordanische Küche verwendet Reis, Lamm, Hülsenfrüchte, Joghurt, Gemüse, Kräuter und Fladenbrot. Mansaf gilt als besonders bekanntes Gericht. Fleisch wird mit einer Sauce aus fermentiertem und getrocknetem Joghurt serviert, meist zusammen mit Reis und Brot.

Maqluba wird aus Reis, Gemüse und Fleisch geschichtet und vor dem Servieren gestürzt. Mezze umfassen Hummus, Mutabbal, Salate, eingelegtes Gemüse und weitere kleine Gerichte. Falafel, Schawarma und Manakish gehören zu den verbreiteten unkomplizierten Mahlzeiten.

Knafeh ist eine süße Nachspeise mit Käse, Teigfäden oder Grieß und Zuckersirup. Besonders in Amman existieren bekannte Konditoreien, doch auch kleinere Orte bieten regionale Varianten an.

Tee und Kaffee spielen bei Begegnungen und Mahlzeiten eine wichtige Rolle. In beduinischen Gemeinschaften besitzt das gemeinsame Kaffeetrinken eine besondere soziale Bedeutung.

Geeignete Unterkunftsstandorte

Amman ist die beste Basis für Jerash, Ajloun, Madaba und die Wüstenschlösser. Eine Lage in Jabal Amman, Weibdeh oder nahe dem Zentrum erleichtert Restaurant- und Museumsbesuche.

Am Toten Meer dominieren größere Resorts. Madaba ist eine Alternative für Reisende, die lieber in einer gewachsenen Stadt übernachten.

Für Petra eignet sich Wadi Musa. Dana bietet einfache Gästehäuser, Naturunterkünfte und Camps. In Wadi Rum bestimmen Wüstencamps das Angebot. Aqaba besitzt Stadthotels ebenso wie größere Anlagen südlich des Zentrums.

Beste Reisezeit für Jordanien

März bis Mai und Oktober bis November gelten klimatisch als besonders geeignete Zeiträume. Frühling bringt mildere Temperaturen und stellenweise grünere Landschaften, während der Herbst häufig stabile Bedingungen für Rundreisen bietet.

Im Sommer können Petra, Wadi Rum, Aqaba und das Tote Meer sehr heiß werden. Besichtigungen sollten dann früh am Morgen beginnen. Die Winter sind regional unterschiedlich: In Amman, Petra und höheren Lagen können Nächte kalt sein, während Aqaba meist milder bleibt. Schnee ist in den Hochlagen gelegentlich möglich.

Für Schluchtenwanderungen sind saisonale Öffnungen und Wasserstände entscheidender als allgemeine Monatsangaben.

Empfohlene Aufenthaltsdauer und Reiseroute

Eine kompakte achttägige Route kann Amman, Jerash, Madaba, Petra, Wadi Rum und das Tote Meer verbinden. Der Ablauf bleibt dabei dicht.

Zehn bis vierzehn Tage ermöglichen zusätzlich Dana, Karak, Aqaba und längere Aufenthalte in Petra. Eine sinnvolle Reihenfolge führt von Amman über Jerash nach Madaba, anschließend über die Königsstraße nach Dana und Petra. Danach folgen Wadi Rum, Aqaba und das Tote Meer.

Die offizielle Tourismusorganisation schlägt je nach Reisedauer ähnliche Kombinationen aus Amman, Jerash, Madaba, Dana, Petra, Wadi Rum, Aqaba und dem Toten Meer vor.

Sicherheit und aktuelle Lage

Im Juni 2026 rät das Auswärtige Amt dringend von Reisen nach Jordanien ab. Als Grund wird die höchst volatile regionale Sicherheitslage genannt. Eine erneute Eskalation sowie erhebliche Einschränkungen des Flugverkehrs können nicht ausgeschlossen werden. Diese Bewertung sollte bei jeder Planung Vorrang vor touristischen Überlegungen haben.

Grenzregionen zu Syrien und Irak sowie militärische Anlagen sind besonders sensibel. Demonstrationen und größere Menschenansammlungen sollten gemieden werden. Reisepläne benötigen flexible Stornierungsbedingungen, ausreichende finanzielle Reserven und eine zuverlässige Möglichkeit zur kurzfristigen Ausreise.

Eine Reise sollte erst dann konkret geplant werden, wenn die offiziellen Sicherheitshinweise dies wieder vertretbar erscheinen lassen.

Einreise und Jordan Pass

Deutsche Staatsangehörige benötigen einen Reisepass, der bei der Einreise noch mindestens sechs Monate gültig sein muss. Ein Personalausweis genügt nicht. Grundsätzlich ist ein Visum erforderlich; die Möglichkeiten unterscheiden sich je nach Grenzübergang und Reiseweg.

Der Jordan Pass kombiniert den Eintritt zu mehr als 40 Sehenswürdigkeiten, darunter Petra, Jerash, Wadi Rum und Karak. Bei einem Aufenthalt von mindestens drei vollen Nächten kann unter bestimmten Voraussetzungen die Visumgebühr entfallen. Der Pass muss vor der Einreise erworben werden und ersetzt nicht die Prüfung der persönlichen Einreisevoraussetzungen.

Aktuelle Grenzöffnungszeiten, Visaregeln und Flugverbindungen sollten unmittelbar vor jeder Reise über offizielle Stellen kontrolliert werden.

Mobilität innerhalb Jordaniens

Für eine klassische Rundreise ist ein Mietwagen besonders praktisch. Die Hauptverbindungen zwischen Amman, Petra, Aqaba und dem Toten Meer sind grundsätzlich gut ausgebaut. Fahrten nach Einbruch der Dunkelheit sollten dennoch möglichst vermieden werden, da unbeleuchtete Fahrzeuge, Tiere, Bodenschwellen und schlecht erkennbare Straßenränder zusätzliche Risiken darstellen.

Fernbusse verbinden die wichtigsten Städte und Sehenswürdigkeiten, verkehren aber nicht überall häufig. Für Dana, die Königsstraße, kleinere Burgen und Naturschutzgebiete bietet ein Auto oder Fahrzeug mit Fahrer deutlich mehr Flexibilität.

In Amman sind Taxis und appbasierte Fahrdienste meist praktischer als ein Mietwagen. Das Straßennetz ist dicht, Parkplätze sind begrenzt und die Orientierung kann anspruchsvoll sein.

Aktuelle Reiseführer und passende Bücher für Jordanien

Für eine klassische Rundreise eignet sich ein ausführlicher Jordanien Reiseführer mit Karten, Routenvorschlägen und Hintergrundinformationen zu Amman, Petra, Wadi Rum, dem Toten Meer und Aqaba.

Kulturinteressierte profitieren von Büchern über die Nabatäer, römische Städte, frühislamische Wüstenschlösser und biblische Archäologie. Für Petra ist ein detaillierter archäologischer Führer besonders hilfreich, da die Anlage wesentlich umfangreicher ist als die bekanntesten Fassaden vermuten lassen.

Wanderer sollten spezielle Führer für Dana, Wadi Mujib und den Jordan Trail wählen. Angaben zu Höhenprofilen, saisonalen Sperrungen, Wasserstellen und der Notwendigkeit lokaler Guides sind dabei besonders wichtig.

Ein kompakter Stadtführer reicht für Amman allein aus. Für eine vollständige Landesreise sind ein umfassender Regionalführer und offline gespeichertes Kartenmaterial die sinnvollere Grundlage.

Fazit

Jordanien verbindet antike Städte, religiöse Erinnerungsorte, Wüstenlandschaften und das Rote Meer. Amman bildet den urbanen Ausgangspunkt, während Jerash römische Stadtgeschichte und Madaba bedeutende Mosaikkunst zeigt. Das Tote Meer und Al-Maghtas ergänzen die Route um Natur- und Pilgerorte.

Petra ist weit mehr als das bekannte Schatzhaus und verdient mindestens zwei Besichtigungstage. Dana bietet Wanderlandschaften, Wadi Rum eine außergewöhnliche Verbindung aus Natur- und Kulturgeschichte. Aqaba eignet sich als ruhiger Abschluss am Roten Meer.

Für eine spätere erste Rundreise sind zehn bis vierzehn Tage besonders ausgewogen. Gegenwärtig muss jedoch die offizielle Sicherheitseinschätzung im Vordergrund stehen. Solange von Reisen dringend abgeraten wird, bietet ein aktueller Reiseführer vor allem kulturelle Orientierung und eine Grundlage für eine spätere, verantwortungsvoll geplante Reise.

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