StartReiseführerReiseführer Thessaloniki – Uferpromenade, byzantinische Kirchen, Märkte und griechische Großstadtkultur entdecken

Reiseführer Thessaloniki – Uferpromenade, byzantinische Kirchen, Märkte und griechische Großstadtkultur entdecken - 2026

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Thessaloniki gehört zu den spannendsten Städtezielen Griechenlands. Die Stadt liegt am Thermaischen Golf im Norden des Landes und verbindet Meer, römische Spuren, byzantinische Kirchen, osmanische Bauwerke, jüdische Geschichte, moderne Cafés, Märkte und eine besonders starke Esskultur. Anders als Athen wirkt Thessaloniki kompakter, entspannter und stärker auf das Alltagsleben ausgerichtet. Viele Sehenswürdigkeiten lassen sich zu Fuß erkunden, und die lange Uferpromenade macht die Stadt ideal für Spaziergänge am Wasser.

Thessaloniki ist die zweitgrößte Stadt Griechenlands und ein wichtiges Zentrum Nordgriechenlands. Die offizielle Tourismusseite beschreibt die Stadt als kulturelle und gastronomische Hauptstadt des Landes sowie als frühere Mit-Hauptstadt des Byzantinischen Reiches. Genau diese Mischung prägt das Stadtbild: Antike Ruinen liegen zwischen Wohnhäusern, byzantinische Kirchen stehen mitten in modernen Straßenzügen, und historische Märkte befinden sich nur wenige Minuten von eleganten Einkaufsstraßen entfernt.

Ein Reiseführer für Thessaloniki sollte die Stadt nicht nur als Zwischenstopp auf dem Weg nach Chalkidiki betrachten. Die Strände der Halbinsel sind zwar ein beliebtes Ausflugsziel, doch Thessaloniki selbst bietet genug für mehrere Tage: den Weißen Turm, die Rotunde, den Galeriusbogen, die Kirche Agios Dimitrios, Ano Poli, die Stadtmauern, Ladadika, Modiano und Kapani, Museen und eine der lebendigsten Food-Szenen Griechenlands.

Thessaloniki im Überblick

Thessaloniki wurde 315 v. Chr. gegründet und entwickelte sich zu einem bedeutenden Hafen, Handelszentrum und später zu einer wichtigen Stadt des Römischen und Byzantinischen Reiches. Die UNESCO bezeichnet Thessaloniki als eine der frühen Grundlagen der Ausbreitung des Christentums; die frühchristlichen und byzantinischen Monumente der Stadt entstanden über einen langen Zeitraum vom 4. bis zum 15. Jahrhundert und hatten großen Einfluss auf die byzantinische Welt.

Das touristische Zentrum liegt zwischen Uferpromenade, Aristoteles-Platz, Ladadika, Rotunde und Ano Poli. Die Stadt fällt vom höher gelegenen Norden Richtung Meer ab. Deshalb sind Spaziergänge in die Oberstadt anstrengender, werden aber mit schönen Ausblicken belohnt.

Thessaloniki ist besonders für Reisende interessant, die Kultur und Alltag kombinieren möchten. Es gibt keine Akropolis wie in Athen und keine klassische Inselkulisse wie auf den Kykladen. Dafür bietet die Stadt ein sehr dichtes Nebeneinander von Geschichte, Meer, Cafés, Straßenleben und Küche.

Uferpromenade und Weißer Turm

Der Weiße Turm ist das bekannteste Wahrzeichen Thessalonikis. Er liegt direkt an der Uferpromenade und wurde im 15. Jahrhundert während der osmanischen Zeit als runder Festungsturm errichtet. Während der osmanischen Herrschaft diente er zeitweise auch als Gefängnis; nach der Befreiung Thessalonikis wurde er weiß gestrichen und erhielt dadurch seinen heutigen Namen. Heute beherbergt der Turm eine Ausstellung zur Geschichte der Stadt von ihrer Gründung bis in die Gegenwart.

Der Besuch lohnt sich nicht nur wegen der Ausstellung, sondern auch wegen des Blicks von oben. Von der Plattform sieht man die Promenade, den Thermaischen Golf, die dichte Stadtbebauung und bei klarer Sicht die Küstenlinie auf der anderen Seite der Bucht.

Die Uferpromenade gehört zu den angenehmsten Bereichen der Stadt. Die offizielle Thessaloniki-Tourismusseite empfiehlt sie als Ort für Spaziergänge, Picknicks, Grünflächen und den Blick Richtung Olymp. Besonders am späten Nachmittag und zum Sonnenuntergang ist der Bereich lebendig, ohne hektisch zu wirken.

Aristoteles-Platz und Innenstadt

Der Aristoteles-Platz bildet einen der wichtigsten Orientierungspunkte im Zentrum. Er öffnet sich zum Meer und ist von Cafés, Hotels, Arkaden und repräsentativen Gebäuden umgeben. Von hier führen Straßen in Richtung Modiano-Markt, Kapani-Markt, Egnatia-Straße und Ladadika.

Die Umgebung eignet sich gut für den ersten Tag. Man kann am Wasser beginnen, über den Aristoteles-Platz in die Innenstadt gehen, durch Märkte laufen und später wieder zur Promenade zurückkehren. Thessaloniki erschließt sich weniger über einzelne Monumente als über diese Übergänge zwischen Meer, Handel, Essen und Geschichte.

Die Einkaufsstraßen Tsimiski, Mitropoleos und Egnatia zeigen die moderne, geschäftige Seite der Stadt. Zwischen internationalen Marken, lokalen Geschäften, Bäckereien und Cafés liegen immer wieder Kirchen, Ruinen oder osmanische Spuren. Genau diese Durchmischung macht Thessaloniki so interessant.

Rotunde und Galeriusbogen

Die Rotunde gehört zu den eindrucksvollsten antiken Monumenten Thessalonikis. Sie wurde in römischer Zeit errichtet und später als Kirche sowie als Moschee genutzt. Heute ist sie Teil des UNESCO-Welterbes der frühchristlichen und byzantinischen Monumente von Thessaloniki. Die UNESCO führt insgesamt eine Reihe von Kirchen und Monumenten der Stadt auf, darunter die Rotunde, Agios Dimitrios, Agia Sophia, verschiedene byzantinische Kirchen, das Vlatadon-Kloster und das byzantinische Bad.

In der Nähe steht der Galeriusbogen, häufig Kamara genannt. Er erinnert an Kaiser Galerius und seine Feldzüge. Zusammen mit der Rotunde und den Überresten des Galerius-Palastes zeigt der Bereich, wie bedeutend Thessaloniki bereits in römischer Zeit war.

Der Besuch lässt sich gut mit einem Spaziergang durch die junge, studentische Gegend rund um die Universität verbinden. Cafés, Buchläden und kleine Bars prägen die Atmosphäre. Dadurch wirken die antiken Monumente nicht isoliert, sondern als Teil einer lebendigen Stadt.

Agios Dimitrios und byzantinisches Erbe

Die Kirche Agios Dimitrios gehört zu den wichtigsten religiösen Orten Thessalonikis. Sie ist dem Schutzheiligen der Stadt gewidmet und zählt ebenfalls zu den UNESCO-geschützten frühchristlichen und byzantinischen Monumenten. Die UNESCO betont, dass die Kirchen Thessalonikis eine lange typologische Reihe vom 4. bis zum 15. Jahrhundert bilden und großen Einfluss auf die byzantinische Architektur hatten.

Agios Dimitrios ist nicht nur kunsthistorisch bedeutend, sondern auch ein lebendiger religiöser Ort. Mosaiken, Säulen, Krypta und Raumwirkung vermitteln einen starken Eindruck der frühchristlich-byzantinischen Tradition der Stadt.

Weitere wichtige Kirchen sind Agia Sophia, Panagia Chalkeon, Agios Nikolaos Orfanos, die Kirche des Propheten Elias und mehrere kleinere Anlagen in der Oberstadt. Wer sich für byzantinische Kunst interessiert, kann in Thessaloniki problemlos ein oder zwei volle Tage nur mit Kirchen, Mosaiken und Wandmalereien verbringen.

Ano Poli – die Oberstadt

Ano Poli ist die Oberstadt Thessalonikis und einer der stimmungsvollsten Bereiche der Stadt. Sie liegt oberhalb des modernen Zentrums und hat Teile ihres historischen Charakters bewahrt. Die offizielle Tourismusseite beschreibt Ano Poli als ältesten Teil Thessalonikis mit etwa 2.300 Jahren Geschichte, byzantinischen Mauern, Türmen, religiösen Stätten, Mosaiken und Fresken.

Der Aufstieg ist stellenweise steil, aber sehr lohnend. Enge Gassen, traditionelle Häuser, kleine Plätze und Aussichtspunkte unterscheiden sich deutlich von den breiteren Straßen der Unterstadt. Besonders schön ist der Blick von den Stadtmauern und vom Bereich um den Trigonion-Turm.

Ano Poli eignet sich für einen halben Tag. Am besten beginnt man am Vormittag oder späten Nachmittag, wenn die Sonne nicht zu stark ist. Bequeme Schuhe sind wichtig, da viele Wege Kopfsteinpflaster und Steigungen haben.

Stadtmauern und Heptapyrgion

Die byzantinischen Stadtmauern gehören zu den eindrucksvollsten historischen Spuren Thessalonikis. Sie ziehen sich entlang der oberen Stadt und erinnern daran, dass Thessaloniki über Jahrhunderte eine strategisch bedeutende und befestigte Stadt war.

Vom oberen Bereich der Mauern bietet sich einer der besten Ausblicke über die Stadt, den Hafen und den Thermaischen Golf. Besonders bei Sonnenuntergang lohnt sich der Weg nach oben. Das Heptapyrgion, auch Yedi Kule genannt, liegt im oberen Teil der Festungsanlagen und wurde über lange Zeit militärisch und später als Gefängnis genutzt.

Die Stadtmauern lassen sich gut mit Ano Poli, dem Vlatadon-Kloster und kleineren byzantinischen Kirchen kombinieren. Wer nicht bergauf laufen möchte, kann mit Taxi oder Bus nach oben fahren und anschließend zu Fuß in Richtung Zentrum hinabgehen.

Ladadika und das Nachtleben

Ladadika liegt nahe dem Hafen und gehört zu den bekanntesten Ausgehvierteln Thessalonikis. Früher war das Gebiet mit Handel, Lagerhäusern und Ölgeschäften verbunden. Heute prägen Tavernen, Bars, Restaurants und Musiklokale die engen Straßen.

Am Abend wird Ladadika besonders lebendig. Meze, Fisch, Fleischgerichte, Wein, Tsipouro und Musik gehören zum typischen Erlebnis. Die Atmosphäre ist touristisch, aber dennoch sehr angenehm, wenn man die kleineren Seitenstraßen berücksichtigt.

Thessaloniki hat generell ein starkes Nachtleben. Durch die vielen Studierenden und die lange Café-Kultur beginnt der Abend oft spät. Wer in Griechenland frühe Essenszeiten gewohnt ist, sollte sich darauf einstellen, dass viele Lokale erst später richtig voll werden.

Kapani, Modiano und die Märkte

Die Märkte gehören zu den besten Orten, um Thessaloniki unmittelbar zu erleben. Der Kapani-Markt liegt im Zentrum und bietet Fisch, Fleisch, Gemüse, Obst, Oliven, Süßigkeiten, Nüsse, Gewürze, Haushaltswaren, Kleidung und kleine Restaurants. Die offizielle Tourismusseite beschreibt Kapani als traditionellen Markt im Herzen der Stadt und als einen der zentralen, lebendigsten Handelsorte Thessalonikis im 20. Jahrhundert.

In der Nähe liegt der Modiano-Markt, der in den vergangenen Jahren restauriert und stärker modernisiert wurde. Zusammen mit Kapani, Athonos-Platz und den umliegenden Gassen bildet er ein ideales Gebiet für kulinarische Spaziergänge.

Hier zeigt sich, warum Thessaloniki als Food-Stadt gilt. Bougatsa, Koulouri, Meze, Oliven, Käse, Fisch, Gewürze und Süßwaren liegen nah beieinander. Wer die Stadt verstehen will, sollte mindestens einmal am Vormittag durch diese Märkte gehen.

Thessaloniki als UNESCO City of Gastronomy

Thessaloniki ist die erste griechische Stadt, die in das UNESCO Creative Cities Network im Bereich Gastronomie aufgenommen wurde. Die Stadt selbst beschreibt diese Auszeichnung als wichtigen Schritt zur Stärkung ihrer touristischen Identität als gastronomisches Reiseziel und zur Zusammenarbeit lokaler Akteure.

Die Küche Thessalonikis ist stark von ihrer Geschichte geprägt. Griechische, jüdische, osmanische, kleinasiatische, balkanische und levantinische Einflüsse haben die Stadt über Jahrhunderte geformt. Deshalb findet man hier nicht nur klassische griechische Taverne, sondern auch besondere Süßwaren, Teiggerichte, Gewürze, Meze und Fischgerichte.

Typisch sind Bougatsa mit Creme, Käse oder Hackfleisch, Koulouri als Sesamring, Soutzoukakia, Meze mit Tsipouro, gegrillter Fisch, Oktopus, Muscheln aus der Region und süße Spezialitäten aus der osmanisch-balkanischen Tradition. Thessaloniki ist eine Stadt, in der man sehr gut einfach von Café zu Bäckerei, von Markt zu Taverne und von Meze-Bar zu Eisdiele wechseln kann.

Museen in Thessaloniki

Thessaloniki besitzt mehrere bedeutende Museen. Das Archäologische Museum gilt als eines der größten Museen Griechenlands und als zentrales Museum Nordgriechenlands. Seine Sammlungen zeigen Funde aus ganz Makedonien und decken einen Zeitraum von der Jungsteinzeit bis zum Ende der römischen Epoche ab.

Das Museum der Byzantinischen Kultur ist besonders wichtig, weil Thessaloniki eine der großen byzantinischen Städte war. Die Dauerausstellung führt durch elf Galerien und behandelt Themen wie Alltag, öffentliches Leben, Kult, Bestattung, Architektur, Kunst, Handel und das Verhältnis zwischen Vergangenheit und Gegenwart.

Zusammen mit dem Weißen Turm ergeben diese Museen eine gute historische Grundstruktur: Antike, byzantinische Welt und Stadtgeschichte. Wer nur ein Wochenende bleibt, sollte mindestens eines davon auswählen. Bei drei bis vier Tagen lohnt sich die Kombination.

Jüdische Geschichte und osmanisches Erbe

Thessaloniki war über Jahrhunderte eine der wichtigsten jüdischen Städte des Mittelmeerraums. Besonders nach der Vertreibung der Juden aus Spanien im späten 15. Jahrhundert entwickelte sich die Stadt zu einem bedeutenden Zentrum sephardischer Kultur. Diese Geschichte ist ein zentraler Teil der Identität Thessalonikis, auch wenn sie im heutigen Stadtbild nicht sofort so sichtbar ist wie Kirchen oder römische Monumente.

Auch die osmanische Zeit hat Spuren hinterlassen. Der Weiße Turm, verschiedene Bäder, Moscheen oder umgenutzte Gebäude erinnern an diese Epoche. Besonders interessant ist das Nebeneinander von römischer, byzantinischer, jüdischer, osmanischer und moderner griechischer Geschichte.

Thessaloniki wirkt deshalb weniger wie ein einheitliches historisches Museum, sondern wie eine Stadt mit vielen übereinanderliegenden Schichten. Genau das macht sie für kulturhistorisch interessierte Reisende besonders reizvoll.

Neue Metro und moderne Stadtentwicklung

Thessaloniki hat seit Ende 2024 eine neue Metro. Während des Baus wurden zahlreiche archäologische Funde entdeckt, darunter byzantinische Marktbereiche, römische Gräber und weitere Spuren der langen Stadtgeschichte. Reuters berichtete zur Eröffnung, dass die Metro nicht nur als Verkehrsinfrastruktur, sondern auch als eine Art unterirdisches Museum konzipiert wurde, weil Funde in Stationen integriert sind.

Für Reisende ist das interessant, weil Thessaloniki dadurch ein modernes Verkehrsmittel mit archäologischer Präsentation verbindet. Besonders die Station Venizelou wurde international erwähnt, weil dort antike und byzantinische Stadtstrukturen sichtbar gemacht wurden.

Trotzdem bleibt Thessaloniki eine Stadt, die sich im Zentrum weiterhin sehr gut zu Fuß erkunden lässt. Die Metro ergänzt Wege, ersetzt aber nicht den Spaziergang durch Märkte, Kirchen und Gassen.

Ausflüge nach Pella, Vergina und Chalkidiki

Thessaloniki eignet sich hervorragend als Ausgangspunkt für Ausflüge. Historisch besonders interessant sind Pella und Vergina. Pella war die Hauptstadt des antiken Makedonien und wird mit Alexander dem Großen verbunden. Vergina, das antike Aigai, ist für makedonische Königsgräber und bedeutende archäologische Funde bekannt.

Für Badeausflüge ist Chalkidiki besonders beliebt. Die drei Halbinseln Kassandra, Sithonia und Athos liegen südöstlich von Thessaloniki. Kassandra ist touristisch am stärksten erschlossen, Sithonia bietet landschaftlich reizvolle Buchten und ruhigere Küstenorte. Der Athos-Finger ist wegen der Mönchsrepublik nur sehr eingeschränkt zugänglich; für Frauen ist der Zugang zum autonomen Klostergebiet nicht erlaubt.

Chalkidiki lässt sich als Tagesausflug besuchen, schöner ist jedoch eine Kombination aus Thessaloniki und mehreren Strandtagen. Wer nur ein Wochenende in Thessaloniki hat, sollte die Stadt selbst nicht zugunsten eines zu langen Strandtages kürzen.

Beste Reisezeit für Thessaloniki

Die beste Reisezeit für Thessaloniki liegt häufig im Frühling und Herbst. April, Mai, Juni, September und Oktober eignen sich besonders gut für Stadtspaziergänge, Märkte, Museen, Uferpromenade und Ausflüge.

Im Hochsommer kann es sehr heiß werden. Dann ist die Promenade am Abend besonders angenehm, während Besichtigungen am Nachmittag anstrengend sein können. Die Nähe zum Meer mildert die Hitze etwas, ersetzt aber keinen Sonnenschutz.

Der Winter ist ruhiger und kann für Museen, Cafés und Kultur interessant sein. Allerdings sind Tage kürzer, Wetter wechselhafter und manche Ausflüge weniger attraktiv.

Für eine Kombination mit Chalkidiki sind Juni und September besonders sinnvoll, weil dann Strandwetter möglich ist, aber die Hauptsaison weniger intensiv als im August ausfällt.

Einreise und praktische Hinweise

Griechenland gehört zur Europäischen Union und zum Schengenraum. Deutsche Staatsangehörige können mit Reisepass, vorläufigem Reisepass, Personalausweis, vorläufigem Personalausweis oder Kinderreisepass einreisen. Das Auswärtige Amt führt diese Dokumente ausdrücklich als gültige Einreisedokumente für Griechenland auf.

Die Währung ist der Euro. Kartenzahlung ist in Thessaloniki weit verbreitet, für Märkte, kleine Bäckereien oder kurze Taxifahrten ist etwas Bargeld trotzdem sinnvoll.

Wie in anderen griechischen Großstädten sollte man in Menschenmengen, Bussen, Märkten und touristischen Bereichen auf Taschendiebstahl achten. Die Stadt ist für normale Städtereisen gut geeignet, dennoch sind Wertsachen, Pässe und größere Bargeldbeträge besser sicher aufzubewahren.

Im Sommer können Waldbrände, Hitze und Luftqualität in Griechenland allgemein ein Thema sein. Bei Ausflügen in die Umgebung sollten lokale Warnungen und Anweisungen beachtet werden.

Fortbewegung in Thessaloniki

Das Zentrum von Thessaloniki lässt sich sehr gut zu Fuß erkunden. Vom Weißen Turm bis Ladadika, vom Aristoteles-Platz bis Rotunde und von den Märkten bis zur Promenade sind viele Wege überschaubar.

Für Ano Poli ist der Weg bergauf anstrengender. Eine praktische Variante ist, mit Taxi oder Bus nach oben zu fahren und anschließend langsam hinunterzulaufen. So erlebt man die Oberstadt, ohne den gesamten Anstieg in der Mittagshitze bewältigen zu müssen.

Vom Flughafen Thessaloniki gibt es Busverbindungen und Taxis in die Stadt. Wer Chalkidiki, Vergina, Pella oder abgelegenere Ziele besuchen möchte, kann einen Mietwagen nutzen oder geführte Ausflüge buchen. Für den reinen Stadtaufenthalt ist ein Auto eher unpraktisch, da Parkplätze begrenzt sein können.

Wie viele Tage sollte man für Thessaloniki einplanen?

Für einen ersten Eindruck reichen zwei volle Tage. Dann lassen sich Weißer Turm, Promenade, Aristoteles-Platz, Märkte, Ladadika, Rotunde, Galeriusbogen und einige Kirchen besuchen.

Drei bis vier Tage sind deutlich besser. Dann bleibt Zeit für Ano Poli, Stadtmauern, Museen, langsamere Essenspausen und einen Ausflug.

Eine sinnvolle Route könnte so aussehen:

  1. Uferpromenade, Weißer Turm, Aristoteles-Platz und Ladadika
  2. Rotunde, Galeriusbogen, Agios Dimitrios, Märkte und Kapani
  3. Ano Poli, Stadtmauern, Vlatadon-Kloster und Aussichtspunkte
  4. Archäologisches Museum oder Museum der Byzantinischen Kultur
  5. Optional: Pella, Vergina oder Chalkidiki

Wer Thessaloniki mit Chalkidiki verbindet, sollte mindestens eine Woche einplanen: drei bis vier Tage Stadt und drei bis vier Tage Küste.

Aktuelle Reiseführer für Thessaloniki

Ein guter Thessaloniki-Reiseführer sollte nicht nur den Weißen Turm nennen, sondern die historischen Ebenen der Stadt erklären. Besonders hilfreich sind:

  1. Karten von Zentrum, Ladadika, Ano Poli und Uferpromenade
  2. Erklärungen zu römischen, byzantinischen und osmanischen Monumenten
  3. Spaziergänge zu den UNESCO-Kirchen
  4. Informationen zu Märkten wie Kapani und Modiano
  5. Hinweise zu Restaurants, Meze-Bars und Bougatsa
  6. Kapitel zur jüdischen Geschichte der Stadt
  7. Empfehlungen für Museen
  8. Ausflüge nach Pella, Vergina und Chalkidiki
  9. praktische Informationen zu Flughafen, Nahverkehr und Metro
  10. Tipps für Reisezeit, Hitze und Spaziergänge

Auf Reisekugel lassen sich kompakte Stadtführer, Griechenland-Reiseführer und Nordgriechenland-Guides vergleichen. Für ein Wochenende reicht ein Stadtführer. Wer Thessaloniki mit Chalkidiki oder Makedonien verbinden möchte, sollte einen ausführlicheren Griechenland- oder Nordgriechenland-Reiseführer nutzen.

Fazit zum Thessaloniki-Reiseführer

Thessaloniki ist eine der interessantesten Städtereisen Griechenlands. Die Stadt verbindet Meer, byzantinisches Welterbe, römische Monumente, Märkte, Food-Kultur, Oberstadt und moderne Großstadtatmosphäre. Der Weiße Turm und die Uferpromenade bieten den klassischen Einstieg, doch die eigentliche Stärke liegt in den historischen Schichten und dem lebendigen Alltag.

Rotunde, Galeriusbogen, Agios Dimitrios und die UNESCO-Kirchen zeigen die Bedeutung Thessalonikis in römischer und byzantinischer Zeit. Ano Poli und die Stadtmauern eröffnen die besten Ausblicke. Kapani, Modiano und Ladadika machen die Stadt kulinarisch besonders attraktiv.

Thessaloniki eignet sich für ein langes Wochenende, ist aber mit drei bis fünf Tagen deutlich entspannter. In Kombination mit Vergina, Pella oder Chalkidiki entsteht eine vielseitige Reise durch Nordgriechenland zwischen Geschichte, Meer und Genuss.

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