StartReiseführerValencia Reiseführer: Altstadt, Stadt der Künste, Strände und mediterrane Lebensart

Valencia Reiseführer: Altstadt, Stadt der Künste, Strände und mediterrane Lebensart - 2026

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Valencia gehört zu den vielseitigsten Städtereisezielen Spaniens. Die Stadt verbindet ein historisches Zentrum mit gotischen Handelsgebäuden, modernistischen Markthallen, futuristischer Architektur, kilometerlangen Grünanlagen und breiten Mittelmeerstränden. Wer einen Valencia Reiseführer sucht, plant deshalb meist mehr als einen klassischen Städtetrip. Altstadt, Turia-Gärten, Ciudad de las Artes y las Ciencias, das ehemalige Fischerviertel El Cabanyal und der Naturpark Albufera ergeben gemeinsam eine ungewöhnlich abwechslungsreiche Reise.

Das historische Valencia lässt sich rund um die Plaza de la Virgen, die Kathedrale, den Mercado Central und die zum UNESCO-Welterbe gehörende Seidenbörse entdecken. Wenige Kilometer weiter prägen die weißen, organisch geformten Gebäude der Stadt der Künste und Wissenschaften ein vollkommen anderes Stadtbild. Der ehemalige Flusslauf des Turia verbindet diese Bereiche als langer Park miteinander und führt nahezu bis zur Küste. Dort beginnen die Strandviertel, die Marina sowie die Stadtstrände Cabanyal und Malvarrosa.

Valencia eignet sich für ein verlängertes Wochenende, bietet jedoch genügend Museen, Viertel, Strände und Ausflugsziele für fünf bis sieben Tage. Für Reisekugel ist die Stadt besonders interessant, weil viele Reisethemen zusammenkommen: Valencia Sehenswürdigkeiten, Altstadt, Ciudad de las Artes y las Ciencias, Oceanogràfic, Turia-Park, El Cabanyal, Malvarrosa, Albufera, Paella und die beste Reisezeit für die spanische Mittelmeerküste.

Warum Valencia ein besonderes Städtereiseziel ist

Valencia besitzt eine Größe, die für Städtereisende besonders angenehm ist. Die Stadt ist groß genug für mehrere unterschiedliche Viertel und Kulturangebote, wirkt aber überschaubarer als Madrid oder Barcelona. Viele zentrale Sehenswürdigkeiten lassen sich zu Fuß erreichen, während Metro, Straßenbahn und Bus die Altstadt mit Flughafen, Stränden und moderner Architektur verbinden. Das öffentliche Verkehrsnetz erschließt sowohl das historische Zentrum als auch die Küste und die Stadt der Künste und Wissenschaften.

Der Charakter der Stadt entsteht aus starken Kontrasten. In der Ciutat Vella erinnern mittelalterliche Gassen, Stadttore und Paläste an die lange Handelsgeschichte. Der Mercado Central steht für valencianischen Modernismus und eine lebendige Marktkultur. Ruzafa verbindet traditionelle Wohnstraßen mit Gastronomie, Design und Nachtleben. El Cabanyal zeigt mit farbigen Fassaden und niedrigen Häusern eine maritime Seite Valencias. Die Ciudad de las Artes y las Ciencias wiederum wirkt wie eine eigenständige Zukunftsstadt.

Valencia sollte deshalb nicht nur über einzelne Sehenswürdigkeiten erlebt werden. Die Wege zwischen Altstadt, Grünanlagen, Wohnvierteln und Meer vermitteln ebenso viel vom Stadtcharakter wie Museen und Monumente.

Ciutat Vella und das historische Herz Valencias

Die Ciutat Vella bildet den ältesten Teil der Stadt. Ihr Zentrum liegt rund um die Plaza de la Virgen, die Kathedrale und die angrenzenden mittelalterlichen Straßen. Innerhalb weniger Gehminuten wechseln sich Kirchen, Paläste, sonnige Plätze, kleine Geschäfte, Restaurants und historische Marktbereiche ab. Die Altstadt zeigt Einflüsse aus römischer, islamischer, christlicher und spätmittelalterlicher Zeit.

Ein sinnvoller Rundgang beginnt an den Torres de Serranos. Die mächtigen Stadttürme gehörten zur mittelalterlichen Befestigung und markieren heute einen der nördlichen Zugänge zur Altstadt. Von dort führen die Straßen durch das Viertel El Carmen zur Plaza de la Virgen. Alternativ beginnt die Route am Bahnhof Valencia Nord und verläuft über die Plaza del Ayuntamiento zum Mercado Central und zur Seidenbörse.

Für die Ciutat Vella sollte mindestens ein vollständiger Tag eingeplant werden. Kathedrale, Seidenbörse, Zentralmarkt und El Carmen liegen zwar relativ nah beieinander, doch Innenbesichtigungen, Aussichtspunkte und spontane Pausen verlängern den Rundgang schnell.

Kathedrale, Miguelete und Plaza de la Virgen

Die Kathedrale von Valencia vereint romanische, gotische und barocke Elemente. Im Inneren befindet sich eine Kapelle, in der der als Heiliger Kelch verehrte Gegenstand aufbewahrt wird. Der achteckige Glockenturm Miguelete, auf Valencianisch Micalet genannt, gehört zu den auffälligsten Orientierungspunkten der Altstadt. Über mehr als zweihundert Stufen lässt sich eine Aussichtsplattform mit Blick über Dächer, Kirchtürme und die weitere Stadt erreichen.

Vor der Kathedrale liegt die Plaza de la Virgen. Sie gehört zu den angenehmsten Plätzen Valencias und wird von der Basilika der Schutzpatronin, historischen Fassaden und mehreren Cafés umgeben. Am Abend ist der Platz ein guter Ausgangspunkt für einen Rundgang durch die beleuchtete Altstadt.

In unmittelbarer Nähe befinden sich die Plaza de la Reina, der Palast der Generalitat und kleinere Straßen, die in Richtung El Carmen oder Mercado Central führen. Dieser Bereich eignet sich besonders gut, um sich zunächst ohne festen Zeitplan treiben zu lassen.

Lonja de la Seda: Valencias UNESCO-Welterbe

Die Lonja de la Seda gehört zu den bedeutendsten gotischen Profanbauten Europas. Der Gebäudekomplex wurde zwischen 1482 und 1533 errichtet und diente dem Handel, insbesondere dem wirtschaftlich wichtigen Seidengeschäft. Die UNESCO würdigt vor allem die große Säulenhalle als Ausdruck des Reichtums und der Handelsmacht Valencias im 15. und 16. Jahrhundert.

Besonders eindrucksvoll ist die Sala de Contratación. Ihre gedrehten Säulen steigen wie steinerne Palmen zu den Gewölben empor. Ergänzt wird der Komplex durch einen Innenhof mit Orangenbäumen und weitere historische Räume.

Die Seidenbörse liegt direkt gegenüber dem Mercado Central. Beide Gebäude können deshalb gut miteinander verbunden werden. Die Lonja steht für das spätmittelalterliche Valencia, während der Markt eine deutlich jüngere, modernistische Epoche repräsentiert.

Mercado Central und valencianische Marktkultur

Der Mercado Central gehört zu den eindrucksvollsten Markthallen Spaniens. Eisen, Glas, Keramik, farbige Kuppeln und Jugendstilelemente bilden den architektonischen Rahmen für zahlreiche Stände mit Obst, Gemüse, Fisch, Fleisch, Käse, Gewürzen und regionalen Spezialitäten. Visit Valencia bezeichnet ihn als einen der größten Frischwarenmärkte Europas.

Der Markt sollte möglichst am Vormittag besucht werden. Dann sind die meisten Stände geöffnet, und das Gebäude zeigt sich als aktiver Einkaufsort statt als reine Sehenswürdigkeit. Besonders interessant sind lokale Produkte aus der Huerta, dem landwirtschaftlich geprägten Umland Valencias, sowie Reis, Zitrusfrüchte, Oliven, Fisch und Zutaten für traditionelle Reisgerichte.

Ein Marktbesuch lässt sich gut mit einem Frühstück oder einem kleinen Mittagessen verbinden. Dennoch lohnt es sich, zunächst durch die verschiedenen Hallenbereiche zu gehen und die Architektur der Kuppeln, Glasfenster und Keramikverzierungen wahrzunehmen.

El Carmen: Gassen, Street Art und lebendige Plätze

El Carmen liegt im nordwestlichen Teil der Altstadt zwischen den Torres de Serranos und den Torres de Quart. Das Viertel verbindet mittelalterliche Straßen mit Street Art, kleinen Galerien, Cafés, Bars und alternativen Geschäften. Historische Paläste und Klosteranlagen stehen dabei neben einfachen Wohnhäusern und zeitgenössischen Kulturorten.

Tagsüber eignet sich El Carmen für ruhige Spaziergänge und Museumsbesuche. Am Abend werden Plätze wie die Plaza del Tossal lebhafter. Wer eine zentrale Unterkunft mit vielen Restaurants und kurzen Wegen sucht, findet hier eine gute Lage. In einzelnen Straßen kann es nachts allerdings deutlich lauter werden.

Der besondere Reiz besteht weniger in einer einzelnen Hauptattraktion als im unregelmäßigen Straßennetz. Kleine Durchgänge, Innenhöfe, Wandbilder und Plätze machen El Carmen zu einem Viertel, das am besten ohne streng festgelegte Route erkundet wird.

Turia-Gärten: Valencias grünes Rückgrat

Die Jardines del Turia gehören zu den ungewöhnlichsten Stadtparks Europas. Sie entstanden im früheren Flussbett des Turia und ziehen sich über ungefähr neun Kilometer durch das Stadtgebiet. Grünflächen, Sportanlagen, Spielplätze, Brücken, Gärten und Fahrradwege verbinden den westlichen Parque de Cabecera mit der Ciudad de las Artes y las Ciencias im Osten.

Der Park eignet sich hervorragend, um Valencia mit dem Fahrrad zu erkunden. Da keine großen Steigungen überwunden werden müssen, lassen sich Altstadt, moderne Architektur und weitere Stadtbereiche angenehm miteinander verbinden. Unterwegs führen historische und moderne Brücken über den früheren Flusslauf.

Familien finden im östlichen Teil den Gulliver-Park, dessen riesige liegende Figur als Kletter- und Rutschenlandschaft gestaltet wurde. Am westlichen Ende schließen sich der Parque de Cabecera und der Bioparc an.

Der Turia-Park sollte nicht nur als schnellster Weg zwischen zwei Sehenswürdigkeiten genutzt werden. Ein ruhiger Spaziergang am Morgen oder späten Nachmittag zeigt, wie stark die Grünanlage zum Alltag der Stadt gehört.

Ciudad de las Artes y las Ciencias

Die Stadt der Künste und Wissenschaften ist das moderne Wahrzeichen Valencias. Der ungefähr zwei Kilometer lange Kultur- und Freizeitkomplex liegt im östlichen Abschnitt des früheren Turia-Flussbetts. Seine weißen Gebäude, geschwungenen Formen, Brücken und Wasserflächen wurden wesentlich durch die Architekten Santiago Calatrava und Félix Candela geprägt.

Zum Ensemble gehören das Wissenschaftsmuseum, das Hemisfèric, das Oceanogràfic, das Opern- und Kulturhaus Palau de les Arts, das Umbracle und weitere Veranstaltungsflächen. Die Außenbereiche können frei erkundet werden, während für die großen Einrichtungen jeweils Eintrittskarten erforderlich sind. Für den gesamten Komplex empfiehlt die offizielle Tourismusorganisation mindestens einen vollständigen Tag.

Auch ohne Museumsbesuch lohnt sich ein längerer Spaziergang. Die Architektur verändert ihre Wirkung je nach Tageszeit. Am Vormittag dominieren helle Flächen und klare Spiegelungen, während am Abend Beleuchtung und Wasserbecken eine fast futuristische Atmosphäre erzeugen.

Oceanogràfic, Wissenschaftsmuseum und Hemisfèric

Das Oceanogràfic ist der größte Teil des Komplexes und widmet sich verschiedenen marinen Lebensräumen. Das Wissenschaftsmuseum setzt stärker auf interaktive Ausstellungen, während das Hemisfèric als Planetarium und Projektionsraum genutzt wird. Wer alle Einrichtungen ausführlich besuchen möchte, sollte sie nicht in ein zu knappes Tagesprogramm pressen.

Für Familien ist die Ciudad de las Artes y las Ciencias ein besonders naheliegender Schwerpunkt. Architekturinteressierte können sich dagegen stärker auf Außenanlagen, Umbracle und Palau de les Arts konzentrieren. Das Umbracle ist eine frei zugängliche Garten- und Aussichtsanlage mit mediterraner Bepflanzung und Skulpturen.

Reservierungen sind besonders an Wochenenden, in Ferienzeiten und bei konkreten Filmvorführungen im Hemisfèric sinnvoll. Aktuelle Ausstellungen und Programme sollten kurz vor dem Besuch geprüft werden.

Ruzafa und Ensanche

Ruzafa, auf Valencianisch Russafa, liegt südlich der historischen Innenstadt und gehört zum Stadtbezirk Ensanche. Das frühere eigenständige Dorf entwickelte sich zu einem lebendigen Wohn- und Ausgehviertel mit Markthalle, kleinen Restaurants, Cafés, Designgeschäften und Kulturangeboten.

Das Viertel eignet sich besonders für den späten Nachmittag und Abend. Rund um den Mercado de Ruzafa sowie die Straßen Cádiz, Sueca und Literato Azorín liegen viele gastronomische Angebote. Gleichzeitig bleibt Ruzafa ein bewohntes Stadtviertel, das nicht nur als Ausgehzone betrachtet werden sollte.

Zwischen Ruzafa und dem historischen Zentrum liegt der Bahnhof Valencia Nord mit seiner reich dekorierten modernistischen Fassade. Gemeinsam mit der benachbarten Stierkampfarena bildet er ein markantes Stadtensemble.

El Cabanyal, Marina und Valencias maritime Seite

El Cabanyal entstand als Fischersiedlung nahe dem Meer. Das Viertel ist für niedrige Häuser, farbige Keramikfassaden, volkstümlichen Modernismus und ein regelmäßiges Straßennetz bekannt. In den vergangenen Jahren kamen Kulturorte, Restaurants und neue gastronomische Angebote hinzu, während der maritime Charakter in vielen Straßen weiterhin sichtbar bleibt.

Zwischen Cabanyal und Hafen liegt die Marina von Valencia. Promenaden, Gastronomie, Veranstaltungsflächen und moderne Gebäude verbinden das frühere Hafengebiet mit den Stränden. Von hier lässt sich ein längerer Spaziergang entlang der Küste beginnen.

Cabanyal ist eine interessante Unterkunftsoption für Reisende, die Strandnähe und städtisches Viertelleben verbinden möchten. Der Weg in die Altstadt ist länger als von Ruzafa oder El Carmen, lässt sich aber gut mit Metro, Straßenbahn oder Fahrrad zurücklegen.

Malvarrosa, Cabanyal und Patacona

Die Stadtstrände Cabanyal, Malvarrosa und Patacona bilden einen langen Küstenabschnitt mit breiter Promenade, Restaurants, Sportflächen und guten Verkehrsverbindungen. Malvarrosa ist der bekannteste Strand, während Cabanyal näher an Marina und ehemaligem Fischerviertel liegt. Patacona schließt nördlich an und gehört verwaltungstechnisch bereits zur Nachbargemeinde Alboraya.

Die Strände eignen sich nicht nur für den Sommer. Auch im Frühjahr, Herbst und an milden Wintertagen sind Spaziergänge entlang der Promenade angenehm. Wer naturbelassenere Küstenlandschaften bevorzugt, sollte weiter südlich Richtung El Saler und La Devesa fahren.

Valencia bietet damit eine seltene Kombination: Museen und historische Sehenswürdigkeiten am Vormittag, Turia-Park am Nachmittag und ein Abendessen am Meer lassen sich innerhalb eines Tages miteinander verbinden.

Naturpark Albufera und El Palmar

Der Naturpark Albufera liegt südlich der Stadt und gehört zu den wichtigsten Ausflugszielen rund um Valencia. Die Landschaft besteht aus einer großen Lagune, Feuchtgebieten, Reisfeldern, Dünen, Pinienwäldern und naturbelassenen Stränden. Je nach landwirtschaftlichem Zyklus verändern die Reisfelder ihre Farbe und Erscheinung deutlich.

Bootsfahrten auf der Lagune gehören zu den klassischen Aktivitäten. Besonders bekannt sind die Sonnenuntergänge, bei denen sich Himmel und Uferlandschaft im flachen Wasser spiegeln. Das Dorf El Palmar liegt innerhalb des Naturparks und ist eng mit Fischerei, Reisanbau und traditioneller Küche verbunden.

Für Albufera sollte mindestens ein halber Tag eingeplant werden. Ein vollständiger Tag ermöglicht zusätzlich einen Strandbesuch bei El Saler oder La Devesa und ein Mittagessen in El Palmar.

Paella und valencianische Küche

Valencia gilt als Heimat der Paella. Ihre Ursprünge werden mit den Reisfeldern und landwirtschaftlichen Gemeinschaften rund um Albufera verbunden. Die traditionelle Paella Valenciana wird typischerweise mit Reis, Huhn, Kaninchen, verschiedenen Bohnen, Tomate, Olivenöl, Safran und weiteren regionalen Zutaten zubereitet. Meeresfrüchte gehören dagegen zu anderen valencianischen Reisgerichten.

Neben Paella sind Arroz a banda, Arroz del senyoret und weitere Reisvarianten verbreitet. Horchata aus Erdmandeln wird traditionell mit länglichen Hefegebäckstücken namens Fartons serviert. Ergänzt wird die Küche durch Fisch, Gemüse aus der Huerta, Zitrusfrüchte, Muscheln und kleine Gerichte zum Aperitif.

Für ein authentisches Paella-Erlebnis eignen sich Restaurants am Strand, im ländlichen Umland oder in El Palmar. Das Gericht wird traditionell eher mittags als spät am Abend gegessen und häufig für den gesamten Tisch bestellt.

Las Fallas und Valencias große Festtradition

Las Fallas ist das bekannteste Fest Valencias und gehört seit 2016 zum immateriellen Kulturerbe der UNESCO. Im Mittelpunkt stehen große, aus zahlreichen Figuren zusammengesetzte Kunstwerke, die gesellschaftliche und politische Themen häufig satirisch darstellen. Am Ende des Festes werden die meisten dieser Monumente verbrannt.

Während der Fallas verändert sich die gesamte Stadt. Straßen werden gesperrt, Feuerwerk, Musik, Umzüge und Veranstaltungen bestimmen den Tagesablauf. Unterkünfte und Verkehrsverbindungen sind in dieser Zeit besonders gefragt.

Wer das Fest bewusst erleben möchte, sollte früh planen und eine hohe Geräuschkulisse einkalkulieren. Für einen ruhigen ersten Valencia-Besuch ist eine andere Reisezeit möglicherweise geeigneter.

Wie viele Tage sollte man für Valencia einplanen?

Für einen ersten Überblick reichen drei volle Tage. Ein Tag kann der Altstadt mit Kathedrale, Seidenbörse, Markt und El Carmen gewidmet werden. Der zweite eignet sich für Turia-Gärten und Ciudad de las Artes y las Ciencias. Am dritten Tag lassen sich Cabanyal, Marina und Strand verbinden.

Vier bis fünf Tage sind deutlich angenehmer. Dann bleibt Zeit für Ruzafa, mehrere Museen und einen Ausflug nach Albufera. Bei sechs oder sieben Tagen können zusätzliche Küstenorte, Requena oder weitere Ziele in der Region Valencia einbezogen werden. Die offizielle Tourismusorganisation schlägt für eine umfassende Stadtreise ebenfalls Programme von drei bis sechs Tagen vor.

Beste Reisezeit für Valencia

Frühling und Herbst eignen sich besonders gut für Stadtspaziergänge, Fahrradfahrten und Albufera. Die Temperaturen sind häufig angenehmer als im Hochsommer, während das Meer im frühen Herbst noch warm sein kann.

Der Sommer passt zu Strandurlaub und langen Abenden, bringt aber hohe Temperaturen und stärkeren Besucherandrang. Altstadt und Ciudad de las Artes y las Ciencias sollten dann möglichst am Vormittag oder späteren Nachmittag erkundet werden.

Der Winter eignet sich für Museen, Gastronomie und eine ruhigere Städtereise. Valencia bleibt durch sein mediterranes Klima auch außerhalb der klassischen Badesaison ein interessantes Ziel, wobei Regen und kühlere Tage weiterhin möglich sind.

Mobilität und Anreise

Der Flughafen Valencia liegt etwa acht Kilometer westlich des Stadtzentrums. Metro und Bus verbinden ihn mit der Innenstadt. Das Metrovalencia-Netz erschließt außerdem Strände, Altstadt und wichtige moderne Stadtbereiche.

Innerhalb des Zentrums ist ein Auto kaum erforderlich. Viele Wege lassen sich zu Fuß, mit dem Fahrrad oder öffentlichen Verkehrsmitteln zurücklegen. Für Albufera, ländliche Gebiete oder eine größere Rundreise kann ein Mietwagen sinnvoll sein.

Die Valencia Tourist Card kombiniert je nach gewählter Variante den öffentlichen Nahverkehr mit Eintritten in kommunale Museen und Ermäßigungen bei weiteren Attraktionen. Ob sie sich lohnt, hängt von Aufenthaltsdauer und Besichtigungsprogramm ab.

Welche Reiseführer für Valencia sinnvoll sind

Für einen Wochenendtrip eignet sich ein kompakter Valencia Reiseführer mit Altstadtkarte, Informationen zur Ciudad de las Artes y las Ciencias und einem Überblick über Strandviertel und Nahverkehr.

Wer Valencia mit Alicante, Castellón oder weiteren Orten der Region verbinden möchte, profitiert von einem umfassenderen Reiseführer zur Valencianischen Gemeinschaft. Naturreisende sollten auf Informationen zu Albufera, Küstenwegen und regionalen Naturparks achten.

Genussreisende können einen kulinarischen Führer zu Märkten, Reisgerichten und Paella ergänzen. Architekturinteressierte profitieren von Büchern, die gotische Handelsarchitektur, valencianischen Modernismus und die Bauten Santiago Calatravas miteinander verbinden.

Aktuelle Reiseführer und passende Bücher für Valencia

Bei praktischen Informationen ist eine aktuelle Ausgabe sinnvoll. Ausstellungen, Öffnungszeiten, Eintrittssysteme, Verkehrsverbindungen und Programme der Ciudad de las Artes y las Ciencias können sich verändern.

Für die erste Reise eignet sich eine Kombination aus gedrucktem Stadtführer und digitaler Karte. Ein spezialisierter Reiseführer erleichtert die Planung der Viertel, während aktuelle offizielle Informationen für konkrete Besuchszeiten, Reservierungen und Veranstaltungen genutzt werden können.

Fazit: Valencia zwischen Geschichte, Zukunft und Mittelmeer

Valencia verbindet Kathedrale, Seidenbörse, Mercado Central, El Carmen, Turia-Gärten, Ciudad de las Artes y las Ciencias, Cabanyal, Malvarrosa und Albufera zu einer außergewöhnlich vielseitigen Stadtlandschaft. Mittelalterliche Handelsgeschichte, futuristische Architektur, Strände, Parks und eine eigenständige Reis- und Marktkultur liegen nah beieinander.

Ein Valencia Reiseführer sollte deshalb nicht nur die bekanntesten Sehenswürdigkeiten aufzählen. Entscheidend ist die Verbindung der unterschiedlichen Stadtbereiche. Wer Altstadt, Turia-Park, moderne Architektur, maritime Viertel und Naturpark miteinander kombiniert, erlebt eine der abwechslungsreichsten Städte am spanischen Mittelmeer.

Valencia eignet sich sowohl für ein verlängertes Wochenende als auch für einen einwöchigen Aufenthalt. Gerade die ausgewogene Mischung aus Kultur, Gastronomie, Grünflächen und Meer macht die Stadt zu einem Reiseziel, das unterschiedliche Interessen ohne lange Transfers miteinander verbindet.

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